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Kulturmetropole Köln

Kulturstadt Köln - Kunststadt Köln

Kölner Museen
in der Kunststadt Köln

überarbeitet: Dez. 2015
- Stil-Epochen der Malerei

Aktuell:  "Pro Museum Archäologische Zone"
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Themenseite des privaten Web-Informations-Projekts "Köln - die Rheinmetropole und alte Römerstadt".  Dieses private Web-Projekt verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen!



Kölner Museen
Museumsführer - Wallraf-Richartz-Museum - Museum Ludwig - Römisch-Germanisches Museum  - Museum Schnütgen - Rautenstrauch-Joest-Museum  - Kolumba  - Stadtmuseum und weitere

0. Vorbemerkungen und Inhalt

Die Kulturstadt Köln wird neben anderen kulturellen Merkmalen insbes. definiert 
Siehe hierzu folgende Kapitel Museumsführer und Kölner Museen.

Der renommierte Galerie-Standort Köln hatte nach der Verlagerung der Hauptstadt von Bonn nach Berlin zwischenzeitlich durch den Sog Berlins und auch einiger Nachlässigkeiten der Stadtverwaltung einige Galerien verloren, sich aber trotzdem wegen seiner gewachsenen Grundstrukturen weiterhin behauptet. U. a. hatten die Kölner Galerien 2008 erstmalig wieder unter dem Motto "Cologne Open 2008" mit einem gemeinsam Programm die Herbstsaison eröffnet. Im September 2013 eröffneten die Kölner und Düsseldorfer Galerien zum fünften Mal gemeinsam die Herbstsaison unter "Düsseldorf-Cologne open".

Eine bemerkenswerte Besonderheit ist, dass zwei der Kölner "Spitzenmuseen" - Museum Ludwig und Römisch-Germanisches-Museum - verkehrsgünstig direkt am Kölner Hauptbahnhof als einem einer der meistbefahrenen und wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte Europas und zugleich im Zentrum der heutigen Millionenstadt und auch der römischen Colonia als Gründerstadt liegen. Darüberhinaus ist direkter Nachbar dieser Museen der Kölner Dom, die weltberühmte Kathedrale und Weltkulturerbestätte. Und das dritte Museum der großen Drei - das Wallraf-Richartz-Museum - ist nur wenige Gehminuten entfernt ist. Mithin: ein hochrangiges zentrales Kulturzentrum auf engstem Raum!

Kölner Dom/Kathedrale "mit Museum" (Museum Ludwig)
Dom und Museum Ludwig
Kölner Dom/Kathedrale "mit Museum" (RGM + Museum Ludwig)
RGM/Dom/Museum Ludwig
Kölner Dom/Kathedrale "mit Museumsanschluss" (RGM und ML)
RGM/Dom/Museum Ludwig
Inhalt

1.    Museumsführer
2.    Art Cologne und Cologne Fine Art und Antiques
3.    Kölner Museen
3.1  Wallraf-Richartz-Museum

3.2  Museum Ludwig
3.3  Römisch-Germanisches Museum und Archäologische Zone
3.4  Museum Schnütgen
3.5  Rautenstrauch-Joest-Museum
3.6  Museum Kolumba
3.7  Kölnisches Stadtmuseum
3.8  weitere städtische und private Museen
A    Stil-Epochen der  Malerei (klassische und moderne Malerei) - Datensammlung zur Kunstgeschichte - Vorläufiger Anhang:  "Pro Museum Archäologische Zone"



1. Museumsführer: Übersicht und Beurteilung der 10 bedeutendsten Kölner Museen (Kunst-Museen und Kultur-Museen/historische Museen)

Die wichtigsten Kölner Museen befinden sich
in der Kölner Innenstadt in einem Gebiet von ca. 1,4 km Ost < > West und ca. 1,0 km Nord < > Süd (vom Autor "Kultur-Quartier im Zentrum" genannt), in dem neben den wichtigsten Museen das Weltkulturerbe Kölner Dom, die Philharmonie und die städtischen Bühnen (Opernhaus und Schauspielhaus) sowie 5 der 12 Romanischen Kirchen (St. Aposteln, Groß St. Martin, St. Aposteln, St. Cäcilien/Museum Schnütgen und St. Maria im Kapitol) liegen ... und alles in fußläufiger Entfernung.

   "Kölner Museen"
(Kleiner Museumsführer)
Museen Träger Sammlung
Lage/Adresse  Merkmale Note *
Sammlung

Note * Inzenierung/
Präsentation
Wallraf-Richartz-Museum (WRM)

Gründung: 1824
am heutigen Standort: seit 2001


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städtisch


Gemäldegalerie
Europäische Malerei vom 13. bis zum 19. Jahrhundert

(vom Mittelalter bis zum Impressionismus)




2016 ca. 132 000 Besucher
Innenstadt/zentrale Altstadt
in Nähe Rathaus und Alter Markt

50667 Köln, Obenmarspforten

Hochrangige Gemälde-Galerie mit den Abteilungen
Mittelalterliche Malerei  (13. - 16. Jhdt.) inklusive der berühmten Altkölner Malerei, 
Malerei des 17./18. Jhdt. (mit insbes. dem Barock) und
Malerei des 19. Jahrhundert (mit insbes. dem Impressionismus).

Seit 2007/2008 hervorragende neue Präsentation mit neuer Hängung - chronologisch sortiert - und sehr informativer Beschreibung der Räume und Gemälde. Gelegenlich Aktualisierung der Hängung.
Hochrangige Architektur. Siehe H 1  > 
1 1
Museum Ludwig (ML)

Gründung: 1976
am heutigen Standort: seit 1986

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städtisch


Gemäldegalerie/Kunstmuseum
Mod­erne und zeit­genös­sische Malerei in Eu­ro­pa - Kunst des 20. und 21. Jahrhundert








2015 ca. 260 000 Besucher
Innenstadt
direkt am Dom und am Hauptbahnhof/

50667 Köln, Heinrich-Böll-Platz
Wichtigste deutsche und europaweit eine der bedeutendsten Sammlungen der Moderne (Klassische Moderne und Gegenwarts- kunst)  mit den Sammlungen Haubrich, Pablo Picasso, Beckmann und Pop-Art sowie insbes. den Kunstrichtungen
Ex­pres­sion­is­mus, Neue Sachlichkeit, Kölner Progressive, Kubismus, Malerei der Rus­sischen Avant­garde, Surrealismus
Abstrakter Expressionismus, Pop Art,  Zeitgenössische Kunst

Seit  Anfang 2016 hervorragende neue Präsentation mit kompletter Umstrukturierung und neuer Hängung der Sammlung - chronologisch sortiert - !
Hochrangige Architektur und sehr großzügige Raumgestaltung.
1 2
Das  Wallraf-Richartz-Museum und das Museum Ludwig gehören als Museums-Ensemble mit einer Gemäldegalerie für die Stilepochen vom 13. Jhdt. bis heute zu den bedeutendsten Gemäldegalerien in Deutschland und Europa.
Römisch-Germanisches Museum (RGM)
(historisches Museum)

Gründung: 1946
am heutigen Standort: seit 1974


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Das RGM wird von 2018 bis 2021 umfgangreich saniert. Ab Juli 2017 beginnt eine zeitweise Ausleihung von Exponaten an andere Museen. Das Haus soll noch bis zum 31.12.2017 geöffnet bleiben, allerdings mit einem reduzierten Angebot.
städtisch





Archäologische Exponate von der Urgeschichte bis zum frühen Mittelalter
(insbes. aus der antiken römischen und der frühmittelalterlichen fränkischen Phase Kölns)








2015 ca. 130 000 Besucher
Innenstadt
direkt am Dom und Hauptbahnhof/

50667 Köln, Roncalli-Platz 4

mit Außenstellen u. a. dem Ubier-Monument (Nähe Heumarkt) - leider derzeit nicht zugänglich -

Hochrangige archäologische Sammlung mit überwiegend Objekten von der Steinzeit bis ins frühe Mittelalter mit vorwiegend Fundstücken der römisch-germanischen Phase Kölns und des Rheinlandes.

Das Gebäude wurde auf römischen Grund  (über dem berühmten in die Sammlung integrierten Dionysos-Mosaik) erstellt. Die Präsentation der Sammlung muss dringend überarbeitet und auf ein heute übliches Niveau gebracht werden (eine Neukonzeption ist in Vorbereitung!).

Eine Übersicht zur 2000-jährigen Geschichte der Stadt von der Gründung an
(mit Hinweis auf  Sammlungen zu den nachrömischen Epochen im Stadtmuseum) fehlt. Siehe H 2 + H 4  >    
1 3
Archäologische Zone/Jüdisches Museum
(historisches Museum)

- Museum in Vorberitung -
 (Eröffnung voraussichtlich 2020)
städtisch

Ausgrabungen von der Römerzeit an aus 2000 Jahren Köln (inkl. Praetorium und Mikwe)
+
Sammlung zum jüdischen Köln 
Innenstadt/zentrale Altstadt
am Rathaus und gegenüber dem Wallraf- Richartz-Museumam und in Nähe Alter Markt/

50667 Köln (an der Straße Unter Goldschmied)
Museum in  Vorbereitung (künftiger Museums-Name "MiQua. Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln"

Bereits zugänglich ist das bestens präsentierte Praetorium. Die Mikwe und neuere Ausgrabungs-Objekte sind in den Bauphase leider nicht zugänglich.
Betreiber nach Fertigstellung: Landschaftsverband Rheinland (LVR)

2
(Praetorium)
Museum Schnütgen

Gründung: 1910 als Sammlung Schnütgen
am heutigen Standort: seit 1956, seit 2010 im Verbund mit dem RJM

städtisch




Sammlung vorwiegend kirchlischer Kunst des Mittelalters (bis zur frühen Neuzeit) 



2015 ca. 60 000 Besucher
Innenstadt
in Nähe Neumarkt (neues Kulturzentrum)/

50667 Köln, Cäcilienstr. 29-33


Hochrangige Sammlung dieser Kunstrichtung und eines der weltweit führenden Museen für mittelalterliche Kunst.

Neu und gut präsentiert in der Romanischen Kirche St. Cäcilien und im Verbindungstrakt zum neuen Kulturzentrum am Neumarkt. Sehr  informative Beschreibung der Bereiche.
2 2
Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM)
(Haus der Kulturen)

Gründung: 1901
am heutigen Standort: seit 2010
im Verbund mit dem Museum Schnütgen
städtisch



Sammlung von Kulturobjekten und Kunst  außereuropäischer Völker


2015 ca. 87 000 Besucher
Innenstadt
in Nähe Neumarkt (neues Kulturzentrum)/

50667 Köln, Cäcilienstr. 29-33

Hervorragende Inszenierung des Eröffnungs-Parcours mit einem neuen Sammlungskonzept für ethnologische Museen (Völkerkunde- Museen). Sehr informative Beschreibung der Bereiche.

Beeindruckende Architektur des neuen Kulturzentrums am Neumarkt.
2 1
Museum Kolumba

Gründung  als Diözesan-Museum: 1853
am heutigen Standort: seit 2007

kirchlich



Kunstmuseum des Erzbistums Köln mit Kunst von der Spätantike bis in die Gegenwart


2015 ? Besucher
Innenstadt
in Nähe Opernhaus/

50667 Köln, Kolumbastr. 4


Großzügige Gestaltung der Räume mit jährlich wechselnder Ausstellung. Hervorragende Präsentation mit  Einbeziehung einer bedeutenden Ausgrabung (Antike bis zum Mittelalter mit u. a. Fundstücke von St. Kolumba).

Preisgekrönter Kunstbau.

1
Kölnisches Stadtmuseum
(historisches Museum)

Gründung: 1888
am heutigen Standort: seit 1958

städtisch




Sammlung zur Geschichte der Stadt Köln (vom Mittelalter bis zum 20. Jhdt.)





2015 ca. 43 000 Besucher
Innenstadt
in Nähe Opernhaus/

50667 Köln, Zeughausstr. 1-3


Reichhaltige Sammlung mit Objekten vom Mittelalter bis in die Neuzeit.
Die Inszenierung und Präsentation der Sammlung muss dringend überarbeitet und auf ein heute übliches Niveau gebracht werden (eine Neukonzeption ist in Vorbereitung!).

Eine Übersicht zur 2000- jährigen Geschichte der Stadt von der Gründung an (mit Hinweis auf  die Sammlung zur römischen Epoche im RGM) fehlt. Siehe H3 >
2 4
Museum für angewandte Kunst (MAKK)

Gründung: 1888
am heutigen Standort: seit 1989

städtisch


Sammlung europäischen Kunsthandwerks vom Mittelalter bis zur Gegenwart und eine Designsammlung des 20./21. Jhdt.

2015 ca. 36 000 Besucher
Innenstadt
in Nähe Dom und Hauptbahnhof und gegenüber dem WDR-Hauptgebäude/

50667 Köln, An der Rechtsschule
Einziges Kunstgewerbe-Museum in NRW und mit der Design- Sammlung europaweite Alleinstellung.


folgt
folgt
Museum für Ostasiatische Kunst (MOK)

Gründung: 1913
am heutigen Standort: seit 1977
städtisch


Kunst aus China, Japan und Korea
vom 15. Jhdt v. Chr. bis 17. Jhdt.  n. Chr. sowie der Neuzeit

2015 ca. 20 000 Besucher
westlicher Rand der Innenstadt/Neustadt
am Aachener Weiher und in Nähe der Universität/

50674, Universitätsstr. 100
Bedeutende Sammlung  ostasiatischer Kunst.

2 3

und d
as städtische
NS-Dokumentationszentrum in der Gedenkstätte "Ehemaliges Gestapogefängnis"


 *  nach individueller Meinung des Autors
**  jährlich wechselnde Ausstellung aus der Sammlung, daher nicht beurteilbar
Besucherzahlen: Quelle KStA 06.2017

H = Hinweise (H 1 ... H 4):
  1. Ein Erweiterungsbau für das Wallraf-Richartz-Museum - insbesondere um die umfangreiche und hochrangige Sammlung Corboud  in einem größeren Umfang als bisher zeigen zu können - ist in Vorbereitung (Eröffnung frühestens 2019).
  2. Die Fundstellen aus der römischen Epoche Kölns werden außer im hervorragenden Römisch-Germanischen Museum (zumindest hinsichtlich der Anzahl und Qualität des Exponate hervorragend, leider (noch) nicht hinsichtlich der musealen Gestaltung) in der Stadt leider weitestgehend  schlecht präsentiert oder sogar versteckt (siehe hierzu Mängelliste Kölner Denkmäler  ).
  3. Das Kölnische Stadtmuseum soll bis 2019 saniert und erweitert werden. Dann soll auch eine Übersicht gesamte 2000-jährige Kölner Stadtgeschichte  dargestellt werden (mit Verweisen auf Sammlungen in den übrigen Kölner Museen wie RGM zur römischen und frühfränkischen Epoche und die Kunstmuseen). Nach neueren Plänen des bis 2015 amtierenden vormaligen Kölner Oberbürgermeisters Jürgen Roters wird voraussichtlich anstelle der Sanierung und Erweiterung ein Neubau unmittelbar neben dem anderen wichtigen historischen Museum, dem RGM, entstehen ... eine grandiose Idee!
  4. Das Römisch-Germanische Museum soll ab 2018 saniert werden. Sicherlich wird hierbei auch die Präsentation der hochrangigen Sammlung verbessert werden. Und hoffentlich wird dann auch eine Übersicht über gesamte 2000-jährige Kölner Stadtgeschichte  dargestellt  (mit Verweisen auf Sammlungen in den übrigen Kölner Museen wie Stadtmuseum zur mittelalterlichen und zur neuzeitliche Epoche und die Kunstmuseen).
Rangfolge nach Besucherzahlen 2012 (aufgerundet): 1. ML 344 000. 2. WRM 246 000, 3. RGM 186 000, 4. RJM 115 000, 5. Praetorium 89 000. Das meistbesuchte Museum Kölns  - das Schokoladen-Museum - ist in dieser Favoritenliste nicht erwähnt, weil es nicht in die Gattung Kultur/Kunst-Museum einzuordnen ist. Gleichwohl ist es ein sehenswertes Museum. Neben diesen 10 bedeutendsten Museen bietet Köln zahlreiche weitere Museen.

Empfehlenswerteste Sehenswürdigkeiten in der Kulturmetropole und Kunststadt Köln für Kultur- und Erlebnis-Touristen nach Ansicht des Verfassers:
Rheinmetropole Köln/Kulturzentrum Köln
Ergänzung zum Rhein-Boulevard: Besuchern Kölns sei folgender attrative Spaziergang empfohlen (ca. 2,5 km): Start: Heumarkt (in der linksrheinischen Altstadt) - Deutzer Brücke - rechtsrheinischer Rheinboulevard mit grandiosem Panoramablick (empfohlen auch in der Dämmernung und abends) - Hohenzollerbrücke - Dom/Museen -  neugestaltete Dom-Ostseite - Ziel: Alter Markt/Heumarkt  (in der linksrheinischen Altstadt)


2. Art Cologne und Cologne Fine Art
Der internationale Kunstmarkt "Art Cologne" (1967 unter dem Namen "Kunstmarkt" gegründet) ist - immer noch - Deutschlands bedeutendste Kunstmesse sowie die älteste und ehedem führende Kunstmesse für zeitgenössische Kunst der Welt (KStA: "Auch vom 28.10. bis  01.11.2005 zeigten wieder 250 renommierte Galerien aus 22 Ländern - darunter führende ihrer Branche aus Europa und Übersee - einen umfassenden Überblick über das Kunstgeschehen des 20. u. 21. Jhdt."). Die "ART" hat allerdings mittlerweile längst harte Konkurrenz von anderen bedeutenden Kunstmessen bekommen: in Basel, Maastricht und London sowie in Paris, New York und anderen Orten bekommen. Die frühere überragende Ausstrahlungskraft der Kölner Messe hat zwischenzeitlich etwas nachgelassen. Die Art Cologne rechnet aber immer noch zu den 5 besten Kunstmessen weltweit. Die inzwischen weltweit führende  Messe für moderne und zeitgenössische Kunst ist die Art Basel.

Die 40.
Art Cologne fand im Nov. 2006 statt. 2007 wechselte die Art erstmals auf einen Frühjahrstermin (18. - 22.04.07). Bei der 43. Art Cologne 2009 unter dem neuen Direktor Daniel Hug zeigten diesmal - mit der gewünschten zahlenmäßigen Beschränkung der Aussteller und einer Konzentration auf die eigene Stärke -  184 Galerien aus 22 Ländern Kunst der Klassischen Moderne, Kunst nach 1945 sowie moderne und zeitgenössische Kunst (insbes. Malerei, Skulpturen und Installationen). Dies war nach Pressemeinung ein neuer Anfang in Richtung früherer Bedeutung der Ausstellung, der bei der Ausstellung 2010 fortgesetzt wurde. Spätestens nach der 45. Art Cologne 2011 mit ca. 200 Galerien aus 21 Ländern ist man sich in der Kunstszene einig, dass die Art wieder im Aufwind ist und unangefochten die Marktführerschaft als wichtigste Kunstmesse in Deutschland bestätigt hat. Auch die Ausstellung 2012  mit ca. 200 Galerien aus 24 Ländern bestätigte diese Tendenz. Der KStA titelte zum Besucherandrang "Eine Messe wie ein Popkonzert". 2013 hieß es "Die Art Cologne floriert - bei Sammlern wie beim Publikum." und "... der gefühlt bestbesuchten Art Cologne aller Zeiten." (Galerie Boissereé Köln lt. KStA/23.04.2013). Auch 2015 setzte laut Presse die Art Cologne ihre Erfolgsgeschichte fort.

Die 50. Art Cologne - eine Jubiläums-Art -
fand vom 14. bis 17.04.2016 mit 218 Galerien/Kunsthändlern aus 24 Ländern statt. Es gab mit über 60 000 Besuchern einen neuen  Besucherrekord. Die Art 2016 wurde als sehr erfolgreich kommentiert. Auch die Galeristen zeigten sich sehr zufrieden. Die Rede war von "großartig" und "begeistertes Publikum" (Zitate KStA/18.04.2016). Die Art Cologne hat - wie vorstehend ausgeführt - zwar nicht mehr ihren einstigen 1. Platz unter den internationalen Kunstmessen, gehört aber immer noch zur Spitzengruppe mit den fünf wichigsten Kunstmessen weltweit. Die letzte Art fand vom 26. - 29.04.2017 statt. Zitat des Veranstalters: "Rund 200 nationale und internationale Galerien präsentieren im April auf der Kunstmesse Art Cologne Kunst der Klassischen Moderne, der Nachkriegszeit sowie zeitgenössische Arbeiten."

Nächste Art Cologne: 18. - 22.04.2018
Die neue Messe "Cologne Fine Art" mit  Alter Kunst, Moderner Kunst, Angewandter Kunst und Design besteht seit 2007. Angaben des Veranstalters für 2015: "Deutlich gestärkt werden die Bereiche der alten Kunst und Antiquitäten. Auf zeitgenössische Kunst und Fotografie wird im Angebot dagegen verzichtet, sie sollen ausschließlich auf der Art Cologne gezeigt werden".  

Nächste Cologne Fine Art : 23.11.-  26.11.2017


3. Kölner Museen

3.1 Wallraf-Richartz-Museum (WRM) 

Das städtische Wallraf-Richartz-Museum ist das älteste Kölner Museum und heute eine der bedeutendsten Gemäldegalerien Deutschlands.

Direktor: bis 08.2012 Dr. Andreas Blühm, ab 03.2013 Marcus Dekiert.
Adresse: Obenmarspforten // Innenstadt/zentrale Altstadt gegenüber dem Rathausplatz in Nähe Rathaus, Gürzenich und Alter Markt .

3.1.1 Geschichte des Museums

Wichtigste Daten zum WRM im Überblick:
Das Museum ist 1824 gegründet worden und war von 1827 bis 1861 unter dem Namen "Wallrafianum" im sog. Kölnischen Hof (Quartier der Kölner Erzbischöfe) untergebracht.. Die Sammlung hatte der Gelehrte und Sammler Ferdinand Franz Wallraf 1818 der Stadt Köln vermacht. Zu der Sammlung gehörte alles, was mit der Geschichte Kölns zusammenhing - vor allem mittelalterliche Gemälde sowie Altertümer ab der römischen Zeit und mittelalterliche Skulpturen -.

Der erste eigenständige Museumsbau für das WRM ist
am 01.07.1861 in zentraler Lage auf dem Gelände des ehemaligen Minoritenklosters in Dom-Nähe eröffnet worden und verblieb dort bis 1943. Dieser Bau war mittels einer Stiftung des Kaufmanns Johann Heinrich Richartz ermöglicht worden. Von 1957 bis 1986 war das Museum in einem Neubau am früheren Standort neben der Minoritenkirche untergebracht, der heute für das Museum für angewandte Kunst benutzt wird. 1976 wurden die Gemälde der nach 1870 geborene Künstler aus dem WRM in das neugegründete Museum Ludwig überführt. Beide Museen (WRM und ML) wurden 1986 von dem Standort neben der Minoritenkirche in den neuen großen Kulturneubau mit der Philharmonie und dem Doppel-Museum WRM/ML in unmittelbarer Nähe von Kölner Dom und Hauptbahnhof verlagert. Die Altertümer aus der Römerzeit waren schon früher in das Römisch-Germanische Museum ausgelagert worden. Seit 2001 befindet sich das WRM  an seinem heutigen Standort in Nähe des Rathauses und des Gürzenich. Der attraktive Neubau für das WRM - ein Tuffstein-Kubus des Architekten Oswald Ungers - ist am 19.01.2001 eröffnet worden. Der Neubau ist angelehnt an die benachbarte Ruine der Kirche Alt St. Alban, deren Grundmaß das Museum nachbildet. Die 3 Kulturbauten WRM, Alt St. Alban und Gürzenich bilden einen beeindruckenden Gebäudekomplex in unmittelbarer Nachbarschaft zu Heumarkt/Alter Markt/Rathausplatz. Durch die ideale zentrale Lage des Museums wird mittels großer Panoramafenster in allen 3 Etagen (insbes. mit dem Panorama-Fenster in der 3. Etage) der historischen Kern Kölns mit Dom, Rathausturm und demnächst Archäologische Zone ideal in die Gemäldesammlung einbezogen - besonders passend für die Gemälde aus der berühmten Kölner Malerschule (1. OG) -.

Im mittelalterlichen Köln war Köln zwischen 1000 und 1550 eine Kunstmetropole von Rang. Vor allem von ca. 1350 bis 1550 hatte Köln eine künstlerisch ungewöhnlich fruchtbare Epoche mit der renommierten mittelalterlichen Kölner Malerschule (Altkölner Malerei), mit der in Köln eine eigene Ausprägung der Kunst geschaffen worden ist und mit der Köln hinsichtlich Qualität und Quantität der Gemälde eine Spitzenstellung eingenommen hatte. Hiermit ist wohl auch der heutige Ruf Kölns als Kulturmetropole begründet worden. Zahlreiche Werke aus dieser Phase sind in der 1. Etage des WRM ausgestellt. Die meisten Maler, die sich damals als Handwerker verstanden, sind nur mittels Kunstnamen identifizierbar. Der bekannteste Maler der Altkölner Malerei war Stefan Lochner. Daneben ragten heraus der Meister der Heiligen Veronika und Bartholomäus Bruyn. Das neue Haus ist an historischen Ort erbaut worden. Mit der Lage des Treppenhauses des Museums wird die mittelalterliche Straße "In der Höhle" (in mittelalterlichen Plänen auch "In der Hellen" genannt), in der Stefan Lochner lebte und arbeitete, nachempfunden. In dessen Haus lebte und arbeitete später Bartholomäus Bruyn.

3.1.2 Die Sammlung

Im WRM wird
Europäische Malerei  vom 13. bis zum 19. Jhdt. (vom Mittelalter bis zum Impressionismus)

präsentiert. Das Museum besitzt u. a.

Nach einer umfangreichen Schenkung (mit 173 Gemälden) des Schweizer Sammlers und Mäzens Gérard J. Corboud (* 18.05.1925im März 2001  - also kurz nach der Eröffnung des Ungers-Baus - heißt das Museum offiziell "Wallraf-Richartz-Museum/Fondation Corboud". Mit der Sammlung der Fondation Corboud als "ewige Leihgabe" besitzt "Wallraf - das Museum" - wie das WRM neuerdings kurz genannt wird - die "umfangreichste Sammlung der impressionistischen und neo-impressionistischen Kunst in Deutschland" (Zitat WRM!). Leider kann diese Sammlung derzeit nicht komplett gezeigt werden. Ein geplanter Erweiterungsbau gegenüber dem Haupthaus ist leider schon lange überfällig, jetzt aber in Vorbereitung (aktuelle Planung: Baubeginn 2017, Eröffnung des Erweiterungsbaus frühestens 2019 - nach einem Gerichtsurteil zum Vergabeverfahren weitere Verzögerung zu befürchten -.

Von 2007 bis November 2008 wurden die drei Etagen des WRM mit der ständigen Sammlung komplett neugestaltet. Die Gemälde wurden chronologisch (von der Mittelalterlichen Malerei im 1. OG bis zur Malerei des 19. Jhdt im 3. OG)  und thematisch neu aufgehängt. Die individuellen Farben der einzelnen Räume folgen dieser Logik. In jedem Raum wird das jeweilige Thema auf einer großen Tafel erläutert und an vielen Gemälden ist neben Künstler und Titel eine Erläuterung des Bildes zu lesen. -  Es war "... eine hervorragend gelungene Runderneuerung" (Zitat Kölner Stadtanzeiger) der ständigen Sammlung des Hauses mit einer strukturierten Präsentation, wie sie kaum ein Museum sonst aufweist bzw. zum damaligen Zeitpunkt aufwies. Besucher/innen haben so die Möglichkeit, an den Werken einfach vorbeizuschlendern oder aber kunsthistorische Studien zu betreiben. Das Untergeschoss wird für die unterschiedlichsten Sonderausstellungen jeweils individuell hergerichtet. Bei soviel Lob bleibt nur zu kritisieren, dass bei der letzten Neugestaltung (Mittelalterabteilung) nun auch die Museumsleute des Wallraf oder zumindest diejenigen dieser Abteilung offenbar meinten, den Anglizismuswahn mitmachen zu müssen (mit Factory als eines der Raumthemen sowie in den Gemäldetexten solch überflüssige Anglizismen (Englisch-Wörterbuch mitnehmen!) wie Fundraising , Like a virgin, Comic strips, A star is born u. a., obwohl doch gerade Kulturschaffende mit dem Kulturgut Sprache sensibel umgehen sollten.

Struktur der neuen Präsentation seit 2008:

Präsentation der Werke

1. Etage

Mittelalter
Malerei des 13. bis 16. Jhdt. Gemälde aus der berühmten Kölner Malerschule (Altkölner Malerei) mit u. a. Werken von Stefan Lochner  und Bartholomäus Bruyn
italienische, niederländische und deutsche Malerei des 13. bis 16. Jhdt.
2. Etage

Barock
Malerei des 17. bis 18. Jhdt. flämische und niederländische Malerei mit u. a. Werken von Rubens und Rembrandt
italienische, spanische, französische und deutsche Malerei
im Graphischen Kabinett (Raum 10) kleinere Sonderausstellungen
3. Etage

19. Jahrhundert
Malerei und Skulpturen des 19. bis Anfang 20. Jhdt. Gemälde der Romantik und des Realismus
Gemälde des Impressionismus und des Post-/Neo-Impressionismus
Untergeschoss

Sonderausstellungen * 

Der große Mittelsaal im 3 OG wird seit 2007 unter dem Titel "Aufbruch zur Moderne" neugestaltet präsentiert. Darüberhinaus ist die gesamte dritte Etage mit ihrer umfangreichen Sammlung 2007 neu strukturiert worden.  Die Sammlung der Barock-Abteilung im 2. OG wird seit Nov. 2007 neugestaltet "in neuem Glanz" (Zitat WRM!) präsentiert ... eine großartige Verbesserung. Seit Nov. 2008 wird auch die hochrangige Mittelalter-Sammlung unter dem Motto "Das neue Mittelalter" neu präsentiert. Auch diese Neugestaltung ist hervorragend gelungen ... so wie diejenigen bei den anderen beiden Abteilungen zuvor. Nach diesen großen Umgestaltungen wurde die Sammlung des WRM  Zug um Zug weiter optimiert. Gelegenlich erfolgt eine maßvolle Aktualisierung der Hängung.
                                               * Gelegentlich finden große Sonderausstellungen im 3. OG statt. Dann wird das 19. Jhdt. vorübergehend im UG gezeigt!

Einige der prominenten Maler mit Werken in der ständigen Sammlung des WRM

1. OG
Malerei des 13. bis 16. Jhdt. Bartholomäus Bruyn, Stefan Lochner und weitere wichtige Meister der Kölner Malerschule (Altkölner Malerei) sowie  Albrecht Dürer

2. OG
Malerei des 17. bis 18. Jhdt. Paris Bordone, Francois Boucher,  Canaletto, Anthonis van Dyck,  Frans Hals, Gerrit van Honthorst, Pieter de  Hooch, Jacob Jordaens, Jan Mostaert, Bartolomé Esteban  Murillo, Rembrandt van Rijn,  Peter Paul Rubens, van Ruisdahl, Frans Snyders, Jan Steen, Giovanni Battista Tiépolo und Tintoretto
3. OG
Malerei und Skulpturen
des 19. bis Anfang 20. Jhdt.
Karl Eduard Blechen, Arnold Böcklin, Gustace Caillebotte, Paul Cézanne, Lovis Corinth, Camille Corot, Gustave Courbet, Henri Edmond Cross, James Ensor, Caspar David Friedrich, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Wilhelm Leibl, Max Liebermann, Edouard Manet, Adolph Menzel, Claude Monet, Edvard Munch, Auguste Renoir, Georges Seurat, Paul Signac, Max Slevogt, Alfred Sisley und Frans von Stuck

Kölner Museen/Wallraf-Richartz-Museum Kölner Museen/Wallraf-Richartz-Museum Kölner Museen/Wallraf-Richartz-Museum
Kölner Museen/Wallraf-Richartz-Museum Kölner Museen/Wallraf-Richartz-Museum
Wallraf-Richartz-Museum/Fondation Corboud
"Mittelalter-Abteilung"
(1. OG)

Albrecht Dürer "Pfeifer und Trommler"
Bartholomäus Bruyn "Anbetung der Könige"
Stefan Lochner "Muttergottes in der Rosenlaube"
Stefan Lochner "Weltgericht"
Meister aus Lucca "Thronende Madonna mit dem Kind" (ältestes Gemälde im WRM)
Meister des Marienlebens "Anna selbdritt  und die Hl. Christopherus, Gereon und Petrus"
Meister der Hl. Sippe "Altar der Hl. Sippe"


"19.-Jhdt.-Abteilung"
(3. OG)
Karl Eduard Blechen "Grotte am Golf von Neapel"
Gustave Caillebotte "Trocknende Wäsche am Ufer der Seine"
Henri Edmond Cross "Die Lichtung"
Caspar David Friedrich "Flussufer im Nebel"
Vincent van Gogh "Die Zugbrücke"
Max Liebermann "Die Rasenbleiche"
Claude Monet "Frühlingsstimmung bei Véthieul"
Edvard Munch "Vier Mädchen auf der Brücke"
Friedrich Nerly "Die Grotte des Posillipo"
"Barock-Abteilung"
(2. OG)



Raum 10: Graphisches Kabinett
Paris Bordone "Bathseba im Bade"
Francois Boucher "Ruhendes Mädchen"
Jan Hulsmann "Die Hochzeit zu Kana"
Rembrandt "Selbstbildnis"
Peter Paul Rubens "Juno und Argus"
Peter Paul Rubens Rubens "Selbstbildnis im Kreis der Mantuaner Freunde"
Peter Paul Rubens "Die Stigmatation des Hl.  Franziskus"
Frans Snyders "Stillleben mit Geflügel und Wildbret"
Jan Steen "Samson und Dalila"


* Einige Gemälde fallweise ausgeliehen oder zeitweise nicht ausgestellt.

3.1.3 Ausstellungen

Neben der bedeutenden ständigen Sammlung werden regelmäßig Sonderausstellungen gezeigt.











2
001
2002
2003
2004
2005

2006
2007
2008

2009

2010
2011


2012
2013

ab 2014
eine der früheren größeren SA (2005 anläßlich des Weltjugendtags in Köln):
"Ansichten Christi - das Christusbild von der Antike bis zum 20. Jhdt.", 
vorbereitet in Kooperation Vatikan, Erzbistum Köln und WRM
mit u. a. Werken von Michelangelo, Veronese, El Greco, Rubens, Elsheimer, Carracci, Zurbarán, Picasso und Warhol sowie vielen frühchristlichen Werken wie das berühmte "Mandylion - Das wahre Antlitz Christi" aus Genua.

erfolgreichste Ausstellung im WRM:
"1912 - Mission Moderne. Die Jahrhundertschau des Sonderbundes" (im 3. OG) (31.08. - 30.12.2012) bisher erfolgreichste Ausstellung im WRM! -
Die sog. Sonderbundausstellung im Sommer 1912 in Köln verschaffte mit 577 Gemälden und 58 Skulpturen von 173 Künstlern einen Überblick über den damaligen Stand der aktuellen Kunst. In der jetzigen Ausstellung wurden über 100 Werke der damaligen Ausstellung gezeigt. Während dieser Ausstellung war die Sammlung der 19.-Jhdt.-Abteilung (3. OG) im Sonder-Austellungsbereich (UG) gezeigt worden.

"Miracle de la coleur - Die Sammlung Corboud" (08.09.  - 16.12.01)

"Wettstreit der Künste" (25.05. - 25.08.02)
"Richelieu" (01.02. - 04.05.03)  und "Kunst für Könige - Malerei in Dresden im 18. Jhdt." (20.09.03 - 18.01.04)
"Johan Barthold Jonkind - Ein Wegbereiter des Imprssionismus" (07.02. - 09.05.04)
"Gillis Mostaert - ein Antwerpener Maler zur Zeit der Bruegel-Dynastie" (  .01. - 24.04.05) und im Umfeld des katholischen 20. Weltjugendtages 2005 in Köln eine hochkarätige Ausstellung unter dem Titel "Ansichten  Christi - das Christusbild  von der Antike bis zum 20. Jhdt." (01.07. - 02.10.05)
"Die Blume Europas. Meisterwerke aus dem Nationalmuseum in Breslau"(22.04. - 30.07.06) und "Vom Adel der  Malerei. Holland um 1700" (14.10.06 - 21.01.07)
"Tierschau" (16.03.07 - 05.08.07), "Hotel California. Desiree Dolron - Thomas Wrede" (07.09. - 18.11.07) und "Die Idee  und das Leben - Deutsche  Meisterzeichnungen" (30.11.07 - 27.01.08)
"Impressionismus - Wie das Licht auf die Leinwand kam" (29.02. - 22.06.08), "Rembrandt, ein Jugendtraum. ... Die Sammlung  Kremer (11.07. - 05.10.08), 
"Künstlerpaare - Liebe, Kunst und Leidenschaft" (31.10.08 - 08.02.09) -  bis dahin die erfolgreichste Sonderausstellung im neuen Haus -

"Der Mond" (26.03. - 16.08.09), "Vincent van Gogh: Schuhe. Ein Bild zu Gast" (18.09.09 - 31.01.10) und
"Mit Napoleon in Ägypten. Die Zeichnungen des Jean-Baptiste Lepère" (02.10.09 - 31.01.10)

"Liebermann - Corinth - Slevogt. Die Landschaften" (30.04. - 01.08.2010), "Auf Leben und Tod. Der Mensch in Malerei und Fotografie" (17.09.10 - 09.01.11)
"Alexandre Cabanel. Die Tradition des Schönen" (04.02. - 15.05.2011), "Tat. Ort. Museum" (01.07. - 25.09.2011) und
"Panoptikum –  Die geheimen Schätze des Wallraf" mit Werken aus dem umfangreichen Depot des Museums (21.10.2011 - 22.01.2012)
"1912 - Mission Moderne. Die Jahrhundertschau des Sonderbundes" (31.08. - 30.12.2012)  - eine hochrangige Ausstellung und bisher erfolgreichste Ausstellung im WRM! -
"Von Mensch zu Mensch. Wilhelm Leibl u. August Sander" (17.05. - 11.08.2013) , "Der Diplomat  von Venedig. Tintorettos Bildnis des Paolo Tiepolo" (im  Kontext anderer venezianischer Renaissance- gemälde) (Kabinettpräsentation 2. OG) (03.05. - 15.09.2013) und "Die Geheimnisse der Maler um 1400" (20.09.2013 - 09.02.2014)
Siehe unten!
Kölner Museen/Wallraf-Richartz-Museum
Kölner Museen/Wallraf-Richartz-Museum
Kölner Museen/Wallraf-Richartz-Museum
Kölner Museen/Wallraf-Richartz-Museum
Kölner Museen/Wallraf-Richartz-Museum
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Sonderausstellungen
(meistens im UG)










Sonderausstellungen 2014 - 2016
"Liebermanns Rasenbleiche. Die verschwundene Wäscherin." (Kabinett-Ausstellung im 3. OG) (07.03. - 05.06.2014)
"Die Kathedrale. Romantik – Impressionismus – Moderne (im 3. OG) (26.09. 2014 – 18.01.2015)  - eine hochrangige Ausstellung! -
"Mit den Impressionisten entlang der Seine. Eine Reise durch die eigenen Sammlung" (im 3. OG) (19.05. - 25.10.2015)
"Schalcken - Gemalte Verführung" (25.09.2015 - 24.01.2016)
Mitteilung des WRM: "Ab Dez. 2015 vollständige Neuhängung der daheimgebliebenen Kunstwerke des Impressionismus (während einer Ausleihung von 67 Gemälden nach Asien bis 14.08.2016)"
"Ein vergessenes Meisterwerk. Das Antwerpener Altarbild der Kölner Kreuzbrüder" (im UG 18.03.- 12.06.2016) 
"Von Dürer bis Van Gogh – Sammlung Bührle trifft Wallraf“ (23.09.2016 - 12.02.2017)

aktuelle Ausstellung:
"Paris erwacht! – Hittorffs Erfindung des Place de la Concorde (07.04. - 09.07.2017)

geplant:
„Heiter bis wolkig/Naturschauspiele in der nierländischen Landschafts-Malerei“ (01.06.2017 - 05.02.2018 in der Barockabteilung im 2.Obergeschoss)
"Tintoretto - A star was born" * (06.10.2017 - 28.01.2018)

*Anmerkung: Warum jetzt auch beim WRM dieser unsinnige Anglizismus? War der italienische Manierismus-Maler Tintorette etwa ein Amerikaner? Bisher fiel  bisher nur das Museum Kolumba und der Kurator der WRM-Mittelalterabteilung diesbezüglich unangenehm auf. FragenSie nach! Gerade Kultur- schaffende sollten sich am Bewahren des Kulturgutes Deutsche Sprache beteiligen.
Kölner Museen/Wallraf-Richartz-Museum
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Kölner Museen/Wallraf-Richartz-Museum
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3.2 Museum Ludwig (ML)

Das städtische Museum Ludwig ist eines der führenden Museen für moderne Kunst in Deutschland und weit darüber hinaus. Es zählt heute zu den be­deu­tend­sten Museen für mod­erne und zeit­genös­sische Kunst in Eu­ro­pa.

Direktor: 2000 - 10.2012 Prof. Kasper König, 01.11.2012 - 02.2014, Philipp Kaiser, ab 01.02.2015 Yilmaz Dziewior. Adresse: Heinrich-Böll-Platz (in dem 1986 eingeweihten neuen großen Kulturneubau mit dem Kulturensemble Philharmonie/ Museum Ludwig) // Innenstadt direkt an Dom und Hauptbahnhof

3.2.1 Geschichte des Museums

Wichtigste Daten zum ML im Überblick:
Nach einer umfangreichen Schenkung des Sammler-Ehepaars Peter und Irene Ludwig kam es 1976 zur Gründung des Museums als eigenständiges Museum für die Moderne Kunst ab um 1900 (inklusive der Herauslösung der Werke der nach 1870 geborene Künstler aus dem WRM). Das ML verblieb zunächst zusammen mit dem Wallraf-Richartz-Museum, zu dem ein Teil der Sammlung der Moderne bis dahin zugehörte, in dem Gebäude neben der Minoritenkirche in Dom-Nähe und gegenüber dem WDR, in dem heute das Museum für Angewandte Kunst untergebracht ist. 1986 zog das ML in den Neubau mit dem großen Kulturensemble am Kölner Dom, in dem auch die Kölner Philharmonie untergebracht ist. In dem neuen Gebäude am Dom war bis zu dem Umzug in sein neues Gebäude neben dem Gürzenich am 19.01.2001 auch das Wallraf-Richartz- Museum mit untergebracht. Seit 2001 wird das Museumsgebäude am Dom allein vom ML genutzt. Im September 2016 feiert das Museum Ludwig sein 40-jähriges Bestehen mit der Ausstellung "Wir nennen es Ludwig. Das Museum Ludwig wird 40!" (27.08.2016 - 08.01.2017)!

In dem großzügig konzipierten Museum (mit u. a. zwei sehr großen Räumen im 1. OG und im UG für großflächige Werke bei Ausstellungen) kann der Besucher aufgrund der verspielten Architektur mit Etagen und Halbetagen und vielen tollen Aussichten durch große Fenster und von Terrassen auf den direkt gegenüber stehenden Dom und den Rhein mit der Hohenzollernbrücke einen quasi Gemälde-Wanderweg abschreiten.

3.2.2 Die Sammlung

Im ML wird auf 8000 qm
Kunst des 20. Jhdt. und 21. Jhdt.
präsentiert. 

Die Sammlung dieses Museums gilt als die wichtigste deutsche Sammlung der Modernen. Wichtigste Abteilungen der ständigen Sammlung sind

* nach Angabe des ML 
Das renommierte städtische Museum Ludwig in Köln wurde - wie schon erwähnt - 1976 im Zusammenhang mit der Schenkung von ca. 350 Werken moderner Kunst (Werke von Künstlern wie Baselitz und Gerhard Richter, Russische Avantgarde und Pop Art) durch das Sammlerehepaar Prof. Dr. Peter Ludwig (* 1925, † 1996) und Prof. Dr. Irene Ludwig (* 1927, † 2010) an die Stadt Köln gegründet. 1994 und 2001 folgten zwei weitere umfangreiche Schenkungen des Ehepaars Ludwig bzw. von Irene Ludwig mit Werken Picassos, womit jetzt die komplette Picasso-Sammlung der Ludwigs im Bestand des ML ist - die drittgrößte Picasso-Sammlung der Welt -. Nach dem Tode von Irene Ludwig erhielten 2011 die Kölner Museen Ludwig und Schnütgen aus derem Nachlass weitere sehr umfangreiche und wertvolle Schenkungen (insges. über 500 Kunstwerke). Die Zusammenarbeit des Sammlerehepaars Ludwig mit Kölner Museen, aus der das Museum Ludwig mit sehr vielen Schenkungen hervorgegangen ist, hatte 1957 begonnen. Dieses Museum hat dem namensgebenden Ehepaar sehr viel zu verdanken. Neben dem Museum Ludwig in Köln gibt es mittlerweile Museen mit dem Namen Ludwig u. a. in Aachen (Suermondt-Ludwig-Museum), Basel (Antikenmuseum Basel), Budapest, Koblenz, Peking, Sankt Petersburg (Museum Ludwig im Russischen Museum) und Wien (Museum moderner Kunst im Palais Liechtenstein).

In die ständige Sammlung des ML integriert wurde als
Basis für die Sammlung zeitgenössischer Kunst die 1946 der Stadt Köln geschenkte und vormals zum WRM gehörende "Sammlung Haubrich" des Kölner Juristen Dr. Joseph Haubrich mit Werken der modernen Malerei (Werke der Klassischen Moderne mit vorwiegend Expressionismus und weitere Stilrichtungen wie Neue Sachlichkeit und Kölner Progressive). Einige der bekannten Maler der Sammlung Haubrich: Marc Chagall, Otto Dix, Erich Heckel, Alexei Jaelensky, Ernst Ludwig Kirchner, Oskar Kokoschka, August Macke, Franz Marc, Otto Müller, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff. Dr. Josef Haubrich (* 1889, † 1961) war ein Kunstsammler, nach dem Krieg zeitweise Kölner Ratsherr (SPD-Fraktion) und Vorsitzender des Kulturausschusses des Rats sowie zeitweise Vorsitzender des Kölner Kunstvereins. In der Nazi-Zeit, als die Moderne Kunst als "entartet" bekämpft und zum Teil vernichtet wurde, setzte Dr. Haubrich seine Kunstaufkäufe fort und rettete so eine ganze Reihe der damals in den Museen unerwünschten modernen Gemälde. Am 02.05.1946 schenkte er der Stadt Köln seine umfangreiche Sammlung, die heute als Abteilung "Sammlung Haubrich" im Museum Ludwig gezeigt wird. Die Sammmlung wurde mit dem Haubrich Fonds bis zum Lebensende Haubrichs weiter ausgebaut. Die für das Museum namengebenden Sammler Peter und Irene Ludwig haben sich später auf das Vorbild von Dr. Haubrich bezogen.

Die Werke des ML wurden bis 2013 in einer Grundstruktur präsentiert, wobei sich - auch angepasst an das jeweils aktuelle Ausstellungsprogramm - diesbezüglich häufig Änderungen ergaben. Zitat ML hierzu damals: "Die Räume des Mu­se­um Lud­wig bi­eten Platz, um et­wa ein Drit­tel der ständi­gen Samm­lung zei­gen zu kön­nen. Damit den­noch ein möglichst breites Spek­trum der Bestände zu se­hen ist, befin­d­et sich die Samm­lung in­n­er­halb des Haus­es in ständi­ger Be­we­gung." Der nachfolgende - nur kurzzeitig tätige - Direktor Philipp Kaiser brachte gefühlte Unruhe in die Sammlung. Wichtige Standardwerke waren plötzlich im Depot verschwunden.

In 2015 ist nach  dem Antritt des neuen Direktors Yilmaz Dziewior eine komplette Umstrukturierung und Umhängung der Sammlung begonnenn worden, die im März 2016 fertiggestellt worden ist. Wie bereits beim WRM seit langem realisiert, sind die Werke jetzt auch im ML chronologisch sortiert (von der Klassischen Moderne nach 1900 im 2. OG bis zur Zeitgenössischen Kunst im UG). Zahlreiche Informationstafeln erläutern die einzelnen Kunstphasen. Zitat Express/22.03.2016: "Mit seinen Kuratoren ordnete er die komplette Sammlung neu. Im laufenden Betrieb wurden in den vergangenen Monaten die Bestände neu gehangen: „Man kann die ständige Sammlung nun chronologisch durchwandern“, erklärt Yilmaz Dziewior. „So können Zusammenhänge besser erschlossen werden.“  Eine hervorragende Verbesserung der Präsentation der hochrangigen Werke des Museum!

Aktuelle Präsentation: Seit März 2016 gibt es im ML die vorgenannte neue Präsentation mit kompletter Umstrukturierung und neuer Hängung der Sammlung!

Präsentation der Werke
- neue Grundstruktur ab 2016 -
2. Obergeschoss Sammlung Haubrich (Expressionismus, Neue Sachlichkeit, Kölner Progressive)
Malerei der Russischen Avantgarde
Sammlung Picasso/Kubismus und Sammlung Beckmann
Konstruktivismus und Surrealismus (mit Max Ernst)
1. Obergeschoss

Pop Art
Gerhard Richter
Abstrakter Expressionismus und Art Informel (formlose Kunst)
Farbfeldmalerei und Minimalismus
 Untergeschoss  Zeitgenössische Kunst

im unteren Zwischengeschoss

große Sonderausstellungen *
                                                * Weitere  - zumeist kleinere - Sonderausstellungen werden fallweise in anderen Räumen des Museum präsentiert.

Be­sucher­in­for­ma­tion des Museum Ludwig (August 2015):
"Umhän­gun­gen in der Samm­lung: In den kom­men­den Mo­nat­en wird die Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig in­n­er­halb des Haus­es an neue feste Stan­dorte umzie­hen.* Ein großer Teil der Pi­cas­so-Samm­lung ge­ht auf eine Auss­tel­lungs­tournee in Ja­pan und ist derzeit lei­der nicht zu se­hen. Viele uns­er­er Pop Art-Werke sind bis zum Herbst im mumok, Wien, auf der zweit­en Sta­tion der Auss­tel­lung LUD­WIG GOES POP. Wir bit­ten um Ihr Ver­ständ­nis."
* Inzwischen realisiert (s. o.)!

Zitate Homepage ML (im April 2016):
"Drei Ju­­biläen gilt es in 2016 zu bege­hen: 1946 hatte Josef Haubrich seine Sam­m­lung mit Werken der klas­­sischen Mod­­erne der Stadt Köln geschenkt und damit den Grund­stein für ein Mu­se­um gelegt, 1976 un­terzeich­neten Peter und Irene Lud­wig ihren Schenkungsver­­trag mit rund 350 Werken zeit­­genös­­sisch­er Kunst und 1986 kon­nte der Neubau des Mu­se­ums eröffnet wer­­den. Gründe genug für ein span­nen­des Ju­biläum­spro­gramm." ... "Am 27.08.2016 beginnt die Ausstellung: "Wir nennen es Ludwig. Das Museum Ludwig wird 40.""

Info des Fördervereins "Freunde des WRM und des ML" (April 2016):
In 2016 feiert das Museum Ludwig "70 Jahre Schenkung Haubrich" zu Ehren Josef Haubrich (mit Kurzführungen und Programm am 30.05.2016, 12:00 - 20:00 ).


Einige der vielen prominenten Maler mit Werken in der ständigen Sammlung des ML

Expressionsmus und Abstraktion Max Beckmann, Marc Chagall, James Ensor, Alexej von Jawlensky, Wassily Kadinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Oskar Kokoschka, Karl August Macke, Franz Marc, Henri Matisse, Piet Mondrian, Otto Mueller und Emil Nolde
Kubismus Georges Braque und Pablo Picasso
Surrealismus Salvador Dali, Max Ernst, René Magritte, Joan Miró, Man Ray und Ives Tanguy
Neue Sachlichkeit Otto Dix
Abstrakter Expressionismus Francis Bacon, Willem de Kooning, Barnett Newman und Jackson Pollock
Pop Art Richard Hamilton, Jasper Johns,  Roy Lichtenstein und Andy Warhol
Zeitgenössische Kunst
Georg Baselitz, Joseph Beuys, Yves Klein, Renato Guttuso, Gerhard Richter (lebt in Köln), Diether Roth, Sigmar Polke (lebte in Köln, im Juni 2006 leider verstorben) und Jörg Immendorff

Kölner Museen/Museum Ludwig Kölner Museen/Museum Ludwig Kölner Museen/Museum Ludwig Kölner Museen/Museum Ludwig Kölner Museen/Museum Ludwig Kölner Museen/Museum Ludwig
Museum Ludwig
Klassische Moderne
(ab ca. 1900)   
Salvadore Dali "Der Bahnhof von Perpignan"
Max Ernst "Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen"
Max Ernst "Muschelblumen"
Max Ernst "Heuschreckenlied an den Mond"
Natalija Gonscharowa "Orangenverkäuferin"
Ernst Ludwig Kirchner "Eine Künstlergemeinschaft"
Ernst Ludwig Kirchner "Weiblicher Halbakt mit Hut"
Paul Klee "Hauptweg und Nebenwege"
Oskar Kokoschka "Ansicht der Stadt Köln"
Karl August Macke "Dame in grüner Jacke"
René Magritte "Die Riesin"
Piet Mondrian "Tableau I"
Yves Tanguy "Aus der Bläue kommend"
Richard Oelze "Wachsende Stille"
Pablo Picasso "Harlekin mit gefalteten Händen"             
Kunst der Gegenwart
(ab 1945)
Renato Guttuso "Café Greco"
Yves Klein "Monochrome bleu"
Roy Lichtenstein "Hohe Berge"
Gerhard Richter "Ema - Akt auf einer Treppe"  
Barnett Newman "Midnight Blue"  

*
  Wegen häufigen Umhängungen - vor allem weil wegen des großen Bestands nur etwa ein Drittel der Werke gleichzeitig ausgestellt werden können - sind nicht immer alle Gemälde aus dieser Liste ausgestellt.
** Etliche dieser Favoriten, zum Teil auch solche, die in vielen Kunstbüchern herausgehoben sind und zu den Schlüsselwerke des ML zählen, wurden im Zuge der Neupräsentation ab 11.10.2013  in's Depot verlagert. So waren ärgerlicherweise auch die Gemälde „Die Jungfrau züchtigt das Jesuskind ...“ von Max Ernst  und "Der Bahnhof von Perpignan"  von Dali, vor einigen Jahren noch Leit-Gemälde einer Ausstellung, im Depot verschwunden! Keine weise Entscheidung von Herrn Philipp Kaiser! Im Zuge der aktuellen Neustrukturierung sind diese beiden Werke inzwischen wieder zu sehen. Danke!


3.2.3 Ausstellungen

Neben der bedeutenden ständigen Sammlung werden regelmäßig Sonderausstellungen gezeigt. Von 01.11.2001 bis 28.04.2002 fand nach der weiteren Schenkung des Sammler-Ehepaars Ludwig als herausragende Sonderausstellung in diesem Museum die Ausstellung "526-mal Picasso" mit 526 Gemälden und Zeichnungen dieses Künstlers statt. Ein besonderes Ereignis war eine Ausstellung vom 13.03. bis 11.07.2004. Während dieses Zeitraums hatten das ML und das Lenbach-Haus München vorübergehend ihre jeweils bedeutenden Sammlungen "Picasso" und "Blauer Reiter" getauscht. In Köln war demgemäß mit großem Publikumszuspruch die Sonderausstellung "Der Blauer Reiter" zu sehen. Vom 09.10.2004 bis 09.01.2005 war die von noch mehr Kunstfreunden besuchte Ausstellung "Edward Hopper" mit Werken dieses bedeutenden amerikanischen Malers (Neue Sachlichkeit) zu besichtigen. Ein weiterer Höhepunkt war die Mondrian-Ausstellung 2007/2008.
  • Größere Ausstellungen in den letzten Jahren:
2001
2002
2003
2004
2005
2006

2007

2008

2009
2010

2011


2012
2013


ab 2014

"526-mal Picasso" (01.11.01 - 28.04.02)
"Museum unserer Wünsche" (01.11.01 - 28.04.02)
"Richard Hamilton-Introspektive" (12.07. - 09.11.03) und  "Eine Dieter Roth-Retrospektive" (18.10.03 - 11.01.04)
"Der Blauer Reiter" (13.03. - 11.07.04) und "Edward Hopper" (09.10.04 - 09.01.05)
"Beckmann - Léger. Unerwartete Begegnungen" (21.05. - 28.08.05)
"Salvador Dali - La Gare de Perpignan" über das Lebenswerk dieses Surrealisten unter Einbeziehung seines im ML  ständig ausgestellten berühmten Werkes dieses Namens (18.03. - 25.06.06)  und  "Das achte Feld - Geschlechter,  Leben und Begierden in der Kunst  seit 1960" (19.08. - 12.11.06)
"Paul Klee - Kein Tag ohne Linie" (09.12.06 - 04.03.07), "Pierre Klossowsky. Gespräche ohne Worte" (22.12.06 - 18.03.07) und gut besucht  "Balthus. Aufgehobene Zeit" (18.08. - 04.11.07) sowie "Gerhard Richter - Zufall.  4900 Farben und  Entwürfe zum Kölner Domfenster" (25.08.07 - 13.01.08)
"Piet Mondrian - vom Abbild zum Bild" (14.12.07 - 30.03.08), "köln progressiv 1920-33 - seiwert-hoerle-arntz (15.03. - 13.07.08), "Paula Modersohn-Becker und die ägyptischen Mumienportraits" (15.03. - 15.06.08), "Gerhard Richter - Abstrakte Bilder" (18.10.08 - 01.02.09) - eine Ausstellung des in Köln wohnenden Künstlers in seinem "Heimat-Museum" -
"Maria Lassnig. Im Möglichkeitsspiegel " (14.03. - 14.06.09), "Christopher Wool. Porto-Köln" (21.04. - 12.07.09) und "Sigmar Polke. Die Editionen" (04.07. - 27.09.09)
"Roy Lichtenstein. Kunst als Motiv" (02.07 - 17.10.10), "La Boheme. Die Inszenierung des Künstlers in Fotografien des 19. und 20. Jhdt." (25.09.10 - 09.01.11) und
"Lucie Mc Kenzie. Die Editionen" (10.12.10. - 31.10.11)

"Ichundichundich. Picasso im Fotoportrait"  (24. 09.11 – 15. 01.12), "Ein Wunsch bleibt immer übrig. Kaspar König zieht Bilanz" (03.06. - 04.11.12) (Herr König ist der Ende 2012  als Direktor des ML ausgeschiedene), "Vor dem Gesetz. Skulpturen der Nachkriegszeit und Räume der Gewgenwartskunst"  (17.12.11 – 22. 04.12) und
"Im Andenken an Irene Ludwig" (29.11.11 - 24.06.12)

"David Hockney. ..." (27.10.12 - 03.02.13) und "Meisterwerke der Moderne" (neue Präsentation der Sammlung Haubrich) (04.08.12 - 02.09.13)
"Kathrin Andrews" (25.05. - 25.08.2013), " Jo  Baer" (25.05. - 25.08.13) und Präsentation "Gerhard Richter: Elbe, November" (bis 02.09.2013)
Neupräsentation der Sammlung ab 11.10.2013 vom damals amtierenden Direktor Philipp Kaiser als Ausstellung "Not Yet Titled *. Neu und für immer im Museum Ludwig"  (11.10.2013 - 26.01.2014)
"Louise Lawler. Adjusted" (11.10.2013 - 26.01.2014)
Siehe unten!
Warum der alberne Anglizismus, auch wenn es wohl ein Zitat von Louise Lawler ist? Für die fremdsprachlichen Besucher kann es ja nicht gemeint gewesen sein, da der zweite Teil des Titels  deutsch ist.

  • Ausstellungen (aktuell) 












Sonderausstellungen








größere Sonderausstellungen 2014 - 2016:

"Pierre Huyghe" (11.04. - 13.07.2014)
"Ludwig goes Pop. Bilder einer Jahrhundersammlung" (02.10.2014 - 11.01.2015) - eine hochrangige Ausstellung! -
"Alibis: Sigmar Polke. Retrospektive" (14.03. - 05.07.2015)
"Joan Mitchell. Retrospektive" (14.11.2015 - 21.02.2016)
"Ferdinand Léger. Malerei im Raum" (09.04. - 03.07 2016)
"Bernhard Schultze. Zum 100. Geburtstag" (30.05.–22.11.2015)
Zum 40-jährigen Jubiläum: "Wir nennen es Ludwig. Das Museum Ludwig wird 40!" (27.08.2016 - 08.01.2017)
"Gerhard Richter. Neue Bilder" (09.02. - 01.05.2017)
"Otto Freundlich. Kosmischer Kommunismus" (18.02. - 14.05.2017)


In einer Rangfolge des Kunstkompasses der weltweit bedeutendsten lebenden Künstler ergab sich z. B. in 2010 folgende Rangfolge:
1. Gerhard Richter (Köln),  2. Bruce Naumann (USA), 3. Sigmar Polke (Köln). Rangfolge 2015: 1.Gerhard Richter (Köln),  2. Bruce Naumann (USA),  3. Rosemarie Trockel (Köln). Der Kunstkompass ist ein in Deutschland jährlich ermitteltes Ranking der weltweit wichtigsten und gefragtesten zeitgenössischen Künstler der Gegenwart.

eine Projektreihe:
Projektreihe "Russische Avantgarde" unter Verwendung der goßen ML-Sammlung mit
Teil 1 "Eine Ohrfeige dem öffentlichen Geschmack. Der Kubofuturismus und der Aufbruch der Moderne in Russland" (26.05.2009  - 03.01.2010)
Teil 2 "Kasimir Malewitsch und der Suprematismus"
(05.02.2010 - 20.02.2011)
(weitere Teile sollten folgen, derzeit offenbar zurückgestellt)


aktuelle Ausstellung:
Zitat ML: "Im Fe­bruar 2016 startet das Mu­se­um Lud­wig eine neue Auss­tel­lungs­rei­he, bei der die Vorge­hen­sweisen und Kon­ven­tio­nen der ei­ge­nen in­sti­tu­tionellen Ar­beit hin­ter­fragt wer­den."
1. Ausstellung der Reihe: "Heimo Zobernig" (20.02. - 22.05.2016)

Wofgang-Hahn-Preis 2017 "Trisha Donelly" (25.04. - 30.07.2017)

geplant:
"James Rosenquist. Das Eintauchen ins Bild" (18.11.2017 - 11.03.2018)
   
Kölner Museen/Museum Ludwig
Kölner Museen/Museum Ludwig

Museum Ludwig Köln, Ausstellung "Otto Freundlich"
Quelle: ML Köln








Daneben gibt es laufend kleinere Ausstellungen.


3.3 Römisch-Germanisches Museum und Archäologische Zone

3.3.1 Römisch-Germanisches Museum (RGM)

Das städtische Römisch-Germanische Museum ist ein historisches Museum mit einer hochrangigen archäologischen Sammlung mit Objekten von der Steinzeit bis ins frühe Mittelalter mit vorwiegend Fundstücken der römisch-germanischen Phase Kölns und des Rheinlandes. In der Chronologie der 2000-jährigen Kölner Geschichte folgt dem RGM das Kölnische Stadtmuseum mit einer Ausstellung zur Geschichte der Stadt Köln vom Mittelalter bis zum 20. Jhdt..

Direktor des RGM: Dr. Marcus Trier. Adresse: Roncalliplatz 4 //Innenstadt  an der Dom-Südseite neben dem großen Kulturneubau mit dem Kulturensemble Philharmonie/Museum Ludwig und in Nähe Hauptbahnhof

Das RGM wird von 2018 bis 2021 umfgangreich saniert. Ab Juli 2017 beginnt eine zeitweise Ausleihung von Exponaten an andere Museen. Das Haus soll noch bis zum 31.12.2017 für die Besucher geöffnet bleiben, allerdings mit einem reduzierten Angebot. Nach der Generalsanierung soll das RGM 2021 wieder eröffnet werden. Also Empfehlung: Besuch des RGM Köln noch in der 1. Jahreshälfte 2017!

3.3.1.1 Geschichte des Museums

Das Museum ist hervorgegangen aus der Römisch-Germanischen Abteilung des 1824 gegründeten Wallraf-Richartz-Museum und dessen Sammlung römischer Altertümer des Gelehrten und Sammlers Ferdinand Franz Wallraf. Es ist 1946 gegründet worden und zwar zunächst im Dombunker und dann im Zeughaus (zusammen mit dem Kölnischen Stadtmuseum) untergebracht. 1974 ist der Neubau an der Dom-Südseite und neben dem Museum Ludwig eröffnet worden. Das Museums-Gebäude bildet die Fläche und Größe einer römische Villa an der Nord-Ost-Ecke des Römischen Köln mit dem berühmten Dionysos-Mosaik des Speisesaals nach und steht auf den Fundamenten dieser römischen Stadtvilla. Das Dionysos-Mosaik ist in die Sammlungsarchitektur bestens integriert.

3.3.1.2 Die Sammlung

Im RGM sind

archäologische Exponate von der Urgeschichte bis zum frühen Mittelalter

 mit insbes. Sammlungen aus

ausgestellt (siehe auch Seite Kölner Denkmäler). Daneben gibt's auch in diesem Museum häufig Sonderausstellungen.

In der ständigen Sammlung liegt der Schwerpunkt  auf Fundstücken aus der Epoche des Römischen Köln und der fränkischen Zeit des frühen Mittelalterlichen Köln. Sie ist eine der reichsten Sammlungen des frühen Europas.

Einige der vielen historischen Ausstellungsobjekte in der ständigen Sammlung des RGM

  • das Dionysos-Mosaik, der Fußboden eines Speisesaals aus dem frühen 3. Jhdt. (um 220), über dessen Originalfundstelle das Museum erbaut worden ist
  • ein großes fast 15 m hohes Grabmonument - das Grab des Legionärs Poblicius - (aus um 40 ... 50 n. Chr.), das am Chlodwigplatz gefunden  worden war *
  • viele Exponate von opulenten Gräbern und Grabmonumenten sowie der Stadttore aus der Römerzeit
  • viele Portraitbüsten (u. a. des Herrscherpaares Augustus/Livia und der Vipsania Agrippina der Älteren)
  • die weltweit größte Sammlung römischer und fränkischer Glasgefäße (mit u. a. einem  Diatretbecher mit einem filigranartigen farbigen Netzwerk, das in virtuoser Technik aus der Glasmasse geschliffen ist - um 330 n. Chr. -)
  • eine Kollektion römischen und frühmittelalterlichen Schmucks
  • Tonwaren und sonstige römische und fränkische Fundstücke
* Poblicius (* um die Zeitenwende, um 40/50 n. Chr.) war ein Legionär, der im römischen Köln ein reicher Kaufmann wurde. Das riesige Grabmonument ist 1965/1966 von privaten Hobby Archäologen (Josef Gens und Freunden)  in einem Keller an der Severinsstraße, der antiken Ausfallstraße von Köln Richtung Süden, gefunden und ausgegraben sowie später in das RGM verlegt worden.  

Kölner Museen/Röm.-Germ.-Museum (RGM) Kölner Museen/Röm.-Germ.-Museum (RGM) Kölner Museen/Röm.-Germ.-Museum (RGM) Kölner Museen/Röm.-Germ.-Museum (RGM) Kölner Museen/Röm.-Germ.-Museum (RGM)
Römisch-Germanisches Museum

3.3.1.3 Sonderausstellungen
2006
2007

2008
2010
2011
2012
2013
2014

2015

2017
"Das Colosseum" (2006) 
"Die Trajansmärkte in Rom" (Foto-Ausstellung 20.04. - 15.07.07) und

"Unterweltsbilder. Fotographien zur U-Bahn-Archäologie in Köln" (07.12.07 - 30.03.08) im  Zusammenhang mit dem z. Z. größten archäologischen Projekt in Europa
"Echnaton und Armana: Wohnen im Diesseits" (31.05. -  09.11.08)

"Europa brennt - Kunst der Völkerwanderungszeit" (19.06. - 17.01.10)
"Fundgeschichten. Archäologie in Nordrhein-Westfalen" (19.03. - 02.01.11),  "Divitia - Deutz" (18.03. - 24.07.11) und "Ägyptische Gärten" (28.05. - 06.11.11)  
"Die Rückkehr der Götter" (13. 01 - 26. 08.12) und "ZeitTunnel. 2000 Jahre Köln im Spiegel der U-Bahn-Archäologie" (09.11. 2012 - 07.07. 2013)
"Musik im römischen Köln" (18.07. - 03.11.2013)
"40  Jahre Römisch-Germanisches Museum (1974- 2014)" (11.04. - 07.06.2014) und "14 AD - Römische Herrschaft am Rhein" (27.06. - 19.10.2014)
"MEDICUS.  Der Arzt im römischen Köln" (12.06. - 01.11.2015)
"Agrippina – Kaiserin aus Köln" (26.11.2015 - 29.03.2016)
"Zerbrechlicher Luxus. Köln - ein Zentrum antiker Glaskunst" (03.06. - 26.03.2017) *
Kölner Museen/Röm.-Germ.-Museum (RGM) Kölner Museen/Röm.-Germ.-Museum (RGM) Kölner Museen/Röm.-Germ.-Museum (RGM)
Kölner Museen/Röm.-Germ.-Museum (RGM)
Kölner Museen/Röm.-Germ.-Museum (RGM)
aktuell:
"Neue Funde aus Köln (ab 16.10.2015)


geplant:







* Zitat RGM zun dieser Ausstellung: "Das Römisch-Germanische Museum Köln besitzt weltweit die größte Sammlung an römischem und fränkischem Glas – und durch Ausgrabungen im Kölner Stadtgebiet wächst sie fast täglich. Dieser Schatz bildet den Kern der Ausstellung, die einen Querschnitt durch tausend Jahre antiker Glaskunst vor Augen stellt."
3.3.1.4 Außenstellen des RGM

Als Außenstellen gehören zu dem Museum

Diese Denkmäler werden leider größtenteils vernachlässigt und nicht angemessen gepflegt. Sie werden überwiegend den Kölner Bürgern und den vielen Besuchern der Stadt nicht angemessen oder gar nicht  präsentiert. Siehe hierzu Mängelliste Kölner Denkmäler  Antike Denkmäler im Straßenraum werden leider größtenteils vernachlässigt und nicht angemessen gepflegt. Sie werden überwiegend den Kölner Bürgern und den vielen Besuchern der Stadt nicht angemessen oder gar nicht  präsentiert. Siehe hierzu Mängelliste Kölner Denkmäler.

 <<< Fotos aus dem Inneren des Museums entfernt!  >>> *
     * Die Veröffentlichung der privaten Fotos auf dieser privaten nichtkommerziellen Homepage wurde vom ehemaligen Direktor des Römisch-Germanischen Museums auf Anfrage leider ohne nähere Begründung nicht erlaubt!

3.3.2 Archäologische Zone/Jüdisches Museum. Künftiger Museumsname "MiQua. Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln" - Museum in Vorbereitung  (Öffnung voraussichtlich 2020)  -
Gründungs-Direktor: Dr. Thomas Otten

Inmitten der historischen Altstadt der Domstadt und im Rathaus-Areal ist - seinerzeit eingeleitet mit der Regionale 2010 - ein herausragendes Kultur-Projekt in der Vorbereitung: die Archäologische Zone/Jüdisches Museum - ein unterirdisches historisches Museum mit einem musealen Überbau -. Mit einem unterirdischen Rundweg (inkl. des bereits jetzt zugänglichen römischen Praetorium) werden 2000 Jahre Kölner Geschichte begehbar. Mittels mehrjährigen Ausgrabungen (mit einer Ausgrabungsfläche von  ca. 8 500 qm) und mit Fundstücken in und aus diesem Areal aus der römischen Epoche Kölns, aus der fränkischen und karolingerischen Zeit des Mittelalters, aus der frühchristlichen Zeit, aus der frühen jüdischen Zeit und dem jüdischen Mittelalter, aus der hoch- und spätmittelalterlichen Phase Kölns und auch aus der jüngeren Vergangenheit wird die lange Geschichte Kölns für die Kölner Bürger und für Besucher von Nah und Fern erlebbar werden. Die Exponate sollen nach derzeitiger Planung entlang eines über 600 m langen Rundweges und in einem neuen musealen Überbau gezeigt werden. Das bereits früher freigelegte römische Praetorium (römischer Statthalterpalast) und die jüdische Mikwe (rituelles Tauchbad) sowie die Objekte aus den erwähnten jüngsten Ausgrabungen (u. a. von der mittelalterlichen Synagoge und von mittelalterischen Häusern) werden in den Rundweg integriert.

Das Museum mit dem Neubau und dem über 600 m langen Rundweg wird folgende Stationen umfassen (Quelle: Vortrag Dr. Otten 09.02.2107/Veranstaltung der Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig):
Die mittelalterliche jüdische Geschichte Kölns wird somit Bestandteil des Rundweges und des geplanten Neubaus sein. Die erste jüdische Synagoge Kölns wurde vermutlich in der Karolingerzeit (ca. 8. Jhdt., vor 780) errichtet; sie wäre die älteste nördlich der Alpen. Nach neueren Ausgrabungsergebnissen gab es womöglich sogar noch früher (4. Jhdt.) eine Synagoge in Köln. Die spätere Synagoge inmitten des Judenviertels (ab um 1000) wurde 1349 beim Judenprogrom zerstört und 1372 wieder in Betrieb genommen.

Die Ausgrabungen und Vorarbeiten auf dem Rathausplatz sind 2016 abgeschlossen worden. Baubeginn des Museums "Archäologische Zone/Jüdisches Museum": 2016, Fertigstellung: vorauss. 2019. Errichtet wird das Museum von der Stadt Köln. Nach der Fertigstellung wird der Landschaftsverband Rheinland (LVR) den Betrieb dieses Museums übernehmen. Der künftige Name des Museums ist im Nov. 2016 ist unter großer Beteiligung der Bürger festgelegt worden: "Miqua - LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln". Dieses neue Museum steht direkt gegenüber dem Wallraf-Richartz-Museum. Mit dem Neubau wird auch die mittelalterliche Gestaltung des Rathausplatzes wieder hergestellt.

Ursprünglich sollte zusammen mit der eigenständigen Archäologischen Zone ein separates eigenständiges "Haus und Museum der jüdischen Kultur" auf historischem Gelände, nämlich dem alten Judenviertel mit dem Synagogenbereich, errichtet und verbunden werden. Nachdem dessen Finanzierung gescheitert war, wird nun die jetzige Version eines Geschichts-Museums "Archäologische Zone/Jüdisches Museum"realisiert.

Kölner Museen/Archäologische Zone
Archäologische Zone/Ausgrabungsbereich (2013)
 
(gegenüber WRM)

Kölner Museen/Archäologische Zone + Jüdisches Museum
Archäologische Zone/Aushang der Stadt Köln am Bauplatz
(am Rathauplatz gegenüber WRM)


Bereits zugängliche historischen Exponate der Archäologischen Zone

  • die umfangreichen Ausgrabungen des Praetoriums, dem  Palast des römischen Statthalters Niedergermaniens, erbaut in 4 Stufen ab dem 1. bis zum 4. Jhdt. n. Chr.,  (unterhalb  des Spanischen Baus des Rathauses; Eingang in der Kleinen Budengasse in Nähe des Doms)  (Im Herbst 2004 mit verbesserter Präsentation neu eröffnet!)
  • ein Teilstück eines römischen Abwasserkanals (zugänglich vom Praetorium aus)
  • die Mikwe, ein  mittelalterliches jüdisches Kultbad aus um 1170 (auf dem Rathausplatz) (im Baugebiet des neuen Museums und daher derzeit nicht zugänglich)
  • Ausgrabungen unter dem historischen Rathaus und auf dem Rathausplatz mit einem Porticus (im Baugebiet des neuen Museums und daher derzeit  nicht zugänglich)

Nähere Informationen siehe Info-Seite der Archäologischen Zone .

Anhang bezüglich der zeitweisen (ab 2013) und inzwischen erledigten öffentlichen Debatte um das große Kölner Kultur-Projekt "Archäologische Zone/Jüdisches Museum": Offener Brief "Pro Museum Archäologische Zone" und Informationen zu dem Projekt.


3.4 Museum Schnütgen

Das städtische Museum Schnütgen nutzt die Romanische Kirche St. Cäcilien  und seit  22.10.2010 zusätzlich einen Teil des neuen Kulturzentrums am Neumarkt.

Direktor: Dr. Moritz Woelk. Adresse: Cäcilienstr. 29-33// Innenstadt Nähe Neumarkt (Eingang im neuen Kulturzentrum)

3.4.1 Geschichte des Museums

Alexander Schnütgen hatte 1906 seine ca. 6500 Stücke umfassende Kunstsammlung der Stadt Köln gestiftet, die seit 1910 als "Sammlung Schnütgen" und seit 1918 als Schnütgen-Museum (seit 2001 "Museum Schnütgen") ausgestellt wird. Heute gehören über 13000 Exponate zur Sammlung des Museums. Die Kirche St. Cäcilien nutzt das Museum seit 1956.

Nach einer Renovierung im Frühjahr 2003 wurde die Sammlung in dem romanischen Kirchenraum deutlich besser präsentiert. Im Oktober 2010 ist das Museum mittels des am Neumarkt entstandenen neuen Kulturzentrums erweitert und neu eröffnet worden (Eröffnung des neuen Kulturzentrums mit Rautenstrauch-Jost-Museum + Erweiterung des Museum Schnütgen am 22.10.10). Damit können nun viele vorher nicht präsentierbaren Schätze des reichhaltigen Bestands ausgestellt werden. Zitat des Museums zum neuen Museum Schnütgen: "Erleben sie die Kunst des Mittelalters und begeben Sie sich auf die Suche nach den Wurzeln der christlichen Kunst und Kultur: im neuen Erweiterungsbau, im Bibliotheksbau der 50er Jahre (Anbau an die Kirche), im neuen Cäciliengarten und im Herzstück des Museums, der romanischen Cäcilienkirche." 

Zwischen 1000 und 1550 war das mittelalterliche Köln eine Kunstmetropole von Rang, wie auch eine Ausstellung im Museum Schnütgen "Glanz und Größe des Mittelalters - Kölner Meisterwerke aus den großen Sammlungen der Welt" (04.11.2011. - 26.02.2012) zeigte. Zahlreiche Objekte aus dieser glanzvollen Zeit sind in der ständigen Sammlung des Museums Schnütgen ausgestellt. Vor allem von ca. 1350 bis 1550 hatte Köln eine künstlerisch ungewöhnlich fruchtbare Epoche mit der renommierten mittelalterlichen Kölner Malerschule, mit der in Köln eine eigene Ausprägung der Kunst geschaffen worden ist und mit der Köln hinsichtlich Qualität und Quantität der Gemälde eine Spitzenstellung eingenommen hatte. Viele Gemälde dieser Epoche sind im WRM ausgestellt.

3.4.2 Die Sammlung

In  Museum Schnütgen werden hochrangige Exponaten der

 Kunst des Mittelalters (bis zur frühen Neuzeit)

mit vorwiegend kirchlichen und auch profanen Schätzen von internationalem Rang aus über 8 Jahrhunderten präsentiert. Die Sammlung spiegelt wieder, dass der christliche Glaube im Mittelalter das Weltbild viel stärker bestimmte als heute. Sie soll eine Vorstellung vom mittellalterlichen religiösen Leben vermitteln. Das Museum gehört mit seinen Kunstwerken zu den weltweit führenden Museen für mittelalterliche Kunst.

Einige der vielen Ausstellungsobjekte in der ständigen Sammlung des Museum Schnütgen in der aktuellen Präsentation  *

  • Steinskulpturen ab dem 8. Jhdt. und insbes. aus der Zeit der Romanik und Gotik (12. - 15.Jhdt.) , u. a. das Original-Tympanon von St. Cäcilien (ca. 1160) (Steinskulpturen waren im Mittelalter Abbild des himmlischen Jerusalem.)
  • eine der europaweit bedeutensten Sammlungen mit Glasmalereien vom 13. - 16. Jhdt. mit vor allem Arbeiten aus der Kölner Blütezeit dieser Kunst (im neuen Erweiterungsbau = Durchgang vom Kulturzentrum/RJM zum Kirchengebäude), u. a. "Anbetung der Könige" aus der ehemaligen Ratskapelle (1474) und Elemente der Glasmalereien aus dem Klosten Altenberg
  • Holzsskulpturen ab dem 10. Jhdt., u. a. Christusfigur aus St. Georg (11. Jhdt.) 
  • Metallarbeiten aus Gold Silber und Bronze 
  • Elfenbeinarbeiten ab dem 9. Jhdt., u. a. Kamm des Hl. Heribert (um 850 - 900) und ein Momento Mori aus der Schweiz (um 1520)
  • eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen der religiösen Textilkunst, von der bisher aus Platzgründen nichts gezeigt werden konnte (im Kirchenanbau)

*
Ab 27.11.2015 zeigt das Museum Schnütgen seine Sammlung in neuer Inszenierung unter dem Motto "Auf den Spuren von Reliquien und Heiligen. Neue Wege zur Kunst des Mittelalters"
Information des Museums hierzu: " ... Das Thema der diesjährigen Ausstellung der Reihe „Museum Schnütgen – Im Fokus“ legt deshalb Pfade durch die ganze Kunst des Mittelalters. Die aktuelle Sonderschau ist zugleich Teil einer schrittweise realisierten Neuordnung der Museumssammlung."

Kölner Museen/Museum Schnütgen
Kölner Museen/Museum Schnütgen
Kölner Museen/Museum Schnütgen
Kölner Museen/Museum Schnütgen
Museum Schnütgen 

3.4.3 Sonderausstellungen


2007
2011



2012



2013
2014
2015


2016

Rheinische Glasmalerei. Meisterwerke der Renaissance" (bis 29.07.2007) mit ca. 120 kostbaren Werken aus Kölner Werkstätten des 16. Jhdt (zumeist Leihgaben  aus England)
"Glanz und Größe des Mittelalters - Kölner Meisterwerke aus den großen Sammlungen der Welt" (04.11.2011 - 26.02.2012)  (laut Kunstkritik "die beste Ausstellung in 2011 in NRW")
Auszug aus der Info des Museums: "In seiner Blütezeit von 1000 bis 1550 gehörte Köln zu den führenden Kunstzentren Europas. Heute sind die Meisterwerke aus dieser Schaffenszeit über die großen Museen der Welt verteilt. Doch nun kehren rund 150 Spitzenstücke u. a. aus Berlin, London, Paris, Philadelphia, New York, Cleveland, Washington, Detroit, Chicago und Los Angeles an den Rhein zurück. Aber nur für kurze Zeit: In einer hochkarätigen Sonderschau zeigt das Museum Schnütgen große Kunst aus Kölns besten Jahrhunderten. ..."
"IM FOKUS: Die Kölner Rathaus-Propheten. Skulptur um 1400 für Bürgerschaft und Kirche" (19. 09. 2012 – 07. 04. 2013)
Erläuterung hierzu: 1414  wurden im Rathaus des mittelalterlichen Köln 8 gotische Holzskulpturen  ausgestellt ("Die Kölner Rathaus-Propheten"), die mit Spruchbändern zur politischen Moral den Ratsmitgliedern ihre Verantwortung gegenüber Stadt und Bürgern ständig vor Augen führen sollten. Die "Vorgaben der Propheten" an die Ratsherren lauteten z. B.: "Das gemeine Beste ist  dem persönlichen immer vorzuziehen", "Nimm langsam Rat an, dann eil' zur Tat" und "Wer für die Gemeinschaft stirbt, soll ewig leben".  Nach der Ausstellung werden sie dauerhaft im Museum Schnütgen ausgestellt.
"Madonnen. Ein Projekt für junge Frauen" (14.07. -15.09.2013) und "Seide statt Sünde" (23.05.2013 - 24.08.2014)
"Die Heiligen drei Könige. Mythos, Kunst und Kult" (25.10.2014 - 25.01.2015) - eine hochrangige Ausstellung! -
"Madonna trifft Uma. 5 Jahre Museen im Kulturquartier" (16.10.2015 – 31.01.2016)

Anmerkung des Museums hierzu: "Seit fünf Jahren sind das Rautenstrauch-Joest-Museum und das Museum Schnütgen unmittelbare Nachbarn im Kulturquartier am Neumarkt. Aus diesem Anlass laden beide Museen zu einer gemeinsamen Sonderpräsentation ein."
"Auf den Spuren von Reliquien und Heiligen. Neue Wege zur Kunst des Mittelalters" (27.11.2015 - 30.11.2016) (= neue Präsentation der Sammlung)

aktuelle Austellung:  
 
geplant:
"Expedition Mittelalter. Das verborgene Museum Schnütgen" (20.10.2017 - 28.01.2018)

3.5 Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM)

Das städtische Rautenstrauch-Joest-Museum ist als "Haus der Kulturen der Welt" in Nachfolge des früheren Museums für Völkerkunde (am Ubierring 45 in der Kölner Südstadt) am 22.10.2010 im neuen Kulturzentrum am Neumarkt neu eröffnet worden.

Direktor: Prof. Dr. Klaus Schneider.  Adresse: Cäcilienstr. 29-33// Innenstadt Nähe Neumarkt (im neuen Kulturzentrum)

3.5.1 Geschichte des Museums

Adele Rautenstrauch hatte die umfangreiche Sammlung völkerkundlicher Gegenstände ihres Bruders Wilhelm Joest 1899 der Stadt Köln geschenkt. Hieraus ist das 1901 gegründete und 1906 eröffnete Rautenstrauch-Joest-Museum für Völkerkunde entstanden. 1918 enthielt die Sammlung bereit über 33 400 Objekte.

Mit der Fertigstellung des neuen Kulturzentrums (Rautenstrauch-Joest-Museum + Erweiterung des Museum Schnütgen) können im RJM auf 3600 qm deutlich mehr Objekte aus der Sammlung mit einem Bestand von ca. 65 000 ethnografischen Objekten aus Asien, Amerika, Afrika und Ozeanien als bisher gezeigt werden. Dieses neugestaltete Museum verfolgt unter den ethnologischen Museen (Völkerkunde-Museen) einen neuen Weg. Seine Sammlungen sind nicht mehr nach Erdteilen strukturiert, sondern nach Themen sortiert. Damit ist es (zusammen mit nur einem anderen Museum) einzigartig unter den ethnologischen Museen in der Weltund ein bedeutendes Völkerkundemuseum in Deutschland. Die hervorragende neue Konzeption und Präsentation der Objekte zeigt bereits Wirkung; Anfang 2011 hatte das Museum die höchsten Besucherzahlen der städtischen Museen Kölns. Im Zusammenhang mit einigen Störungen durch Baumängel ist danach der Zuspruch zurückgegangen.

3.5.2 Die Sammlung

Das 2010 neueröffnete RJM zeigt in einer hervorragenden Inszenierung eine umfangreiche

Sammlung von Kulturobjekten und Kunst  außereuropäischer Völker.


Der Eröffnungs-Parcour der ständigen Ausstellung mit ca. 2000 Objekten steht unter dem Motto "Der Mensch in seinen Welten". Unter den beiden Themen-Komplexen "Die Welt erfassen" und "Die Welt gestalten" werden kontinentübergreifende Themen wie u. a. Begegnungen und Aneignung, Vorurteile, Kunst der Völker, Lebensformen/Wohnen, Kleidung/Schmuck, Tod/Jenseits, Religionen und Rituale behandelt. Das Museum benennt in diesem Parcour 40 Höhepunkte. Das RJM erhielt 2012 eine bedeutende Auszeichnung: den Museumspreis des Europarates 2012.

Einige der aus subjektiver Sicht des Autors der besonders zu erwähnenden Ausstellungsobjekte in der ständigen Sammlung des RJM mit der neuen Präsentation

  • in großer Reisspeicher aus Sulawesi, das Wahrzeichen des Museums, das die Besucher gleich in der Eingangshalle empfängt
  • ein großer Yam-Speicher aus der Masim-Region (Neu-Guinea) im Bereich 6 ("Die Welt in Vitrinen: Museum")
  • viele wertvolle Skulpturen im Bereich 7 ("Ansichtssachen?!: Kunst")
  • eine Tuareg-Behausung aus Nord-Afrika im Bereich 9 ("Lebensräume - Lebensformen: Wohnen")
  • ein Federmantel eines Herrschers aus Hawaii im Bereich 10 ("Der Körper als Bühne: Kleidung und Schmuck")
  • Darstellung von Bestattungs-Ritualen in Bali im Bereich 11 ("Der inszenierte Abschied: Tod und Jenseits")
  • viele wertvolle religiöse Skulpturen im Bereich 12 ("Vielfalt des Glaubens: Religionen")
  • viele wertvolle Masken sowie Darstellung des Barong/Rangda-Rituals in Bali im Bereich 13 ("Zwischenwelten: Rituale")


3.5.3 Sonderausstellungen

2010
2011

2012
2013
2014
2015

2016

Afropolis. Stadt, Medien, Kunst" (04.11.10 - 13.03.11) 
 "Lawrenz von Arabien - Genese eines Mythos" (30.04. - 11.09.11)
„Rama und Sita - Indiens schönste Liebesgeschichte" (21.04. - 21.10.12) und "Das göttliche Herz der Dinge: Altamerikanische Kunst der Sammlung Ludwig" (29.09.12 - 03.03.13)
"Albert Watson: 14 days in Benin" (28.04. - 28. 07.13) und "Made in Ozeanien. Tapa - Kunst und Lebenswelten" (12.10.2013 - 27.04.2014)

"Madonna trifft Uma. 5 Jahre Museen im Kulturquartier" (16.10.2015 – 31.01.2016) / Anmerkung des Museums hierzu: "Seit fünf Jahren sind das Rautenstrauch-Joest-Museum und das Museum Schnütgen unmittelbare Nachbarn im Kulturquartier am Neumarkt. Aus diesem Anlass laden beide Museen zu einer gemeinsamen Sonderpräsentation ein."
"Pilgern - Sehnsucht nach Glück?" (08.10.2016 - 09.04.2017)


aktuelle Austellung:  
 
geplant:
"Tatort Kambodscha? Einer Fälschung auf der Spur" (02.06. - 06.08.2017)
"Kulturen der Welt - Australische Aborigines Kunst" (11.11.2017 - 04.03.2018)


Kölner Museen/Kulturzentrum Neumarkt
neues Kulturzentrum am Neumarkt  (Modell)
Kölner Museen/Kulturzentrum Neumarkt
Kulturzentrum Neumarkt
(Rautenstrauch-Jost-Museum und Museum Schnütgen)
Kölner Museen/Kulturzentrum Neumarkt
Kulturzentrum am Neumarkt
Kölner Museen/Kulturzentrum Neumarkt
Kulturzentrum Neumarkt
(Rautenstrauch-Jost-Museum und Museum Schnütgen)
Kölner Museen/Kulturzentrum Neumarkt
Kölner Museen/Kulturzentrum Neumarkt Kölner Museen/Kulturzentrum Neumarkt .
 
Das Kulturzentrum am Neumarkt (am Ort des zwischenzeitlich berühmt-berüchtigten "Kölner Loch") war eines der bedeutendsten europäischen Kulturbauprojekte in jüngster Zeit. Hier hat das Rautenstrauch-Joest-Museum eine neue Bleibe gefunden und das benachbarte Museum Schnütgen ist hiermit erweitert worden. Mit diesem Neubau - verbunden mit einer beeindruckenden Inszenierung im RJM und der Erweiterung des Museum Schnütgen - ist ein weiterer Höhepunkt in der schon vorher reichhaltigen Kölner Museumslandschaft entstanden.


3.6 Museum Kolumba

"Kolumba" heißt in Nachfolge des Diözesan-Museums das neue
Kunstmuseum des Erzbistums Köln. Adressse: Kolumbastr. 4// Innenstadt  in Nähe des Opernhaus und nicht weit vom Kölner Dom entfernt

3.6.1 Geschichte des Museums

Für das Museum Kolumba ist ein architektonisch äußerst attraktiver Neubau erstellt worden (Architekt: Peter Zumthor), in den zwei historische Bauwerke, nämlich die Kriegsruine  der mittelalterlichen Pfarrkirche St. Kolumba und die separat zugängliche kleine Nachkriegs-Kapelle "Madonna in den Trümmern" (Architekt: Gottfried Böhm), integriert sind. Das Museum ist am 15.09.2007 eröffnet worden. Zum Museum gehört ein großer Ausgrabungsbereich mit Fundstellen
Diese Ausgrabung ist eine der bedeutendsten archäologischen Ausgrabungen Kölns. Sie ist innerhalb des Museumsbesuchs zu besichtigen.

Die Gründung als Diözesan-Museum erfolgte 1853. Seit 1989 befindet sich das Museum in Trägerschaft des Erzbistums. Der Neubau löste das alte Diözesan-Museum am Dom ab. Zitat aus dem Internet-Auftritt des neuen Museums: "Ein Dreiklang von Ort, Sammlung und Architektur. Zweitausend Jahre abendländischer Kultur sind in einem Haus zu erleben. In der Kunst mit Werken der Spätantike bis zur Gegenwart. In der Architektur im Zusammenwirken der Kriegsruine der spätgotischen Kirche St. Kolumba, der Kapelle "Madonna in den Trümmern" (1950), der einzigartigen archäologischen Ausgrabung (1973 - 1976) und dem Neubau nach dem Entwurf des Schweizers Peter Zumthor." Peter Zumthor und das Erzbistum Köln erhielten für das Kolumba den 1. Preis 2008 des hochangesehenen Preises für Architektur in Deutschland des Deutschen Architektur-Museums Frankfurt. Zitat der Jury u. a.: "Architektur und Kunstwerke sind zu einer traumhaften, ebenso unkonventionellen wie unspektakulären Einheit verschmolzen. Man möchte wiederkommen, immer wieder." (zu Auszeichnungen s. auch unter www.kolumba.de).

3.6.2 Die Sammlung

Im Kolumba wird
 

 Kunst von der Spätantike bis in die Gegenwart

mit  u. a. romanischen Skulpturen, mittelalterlicher Tafelmalerei, modernen Rauminstallationen und moderner Malerei gezeigt.


Das neugestaltete Museum wechselt jährlich im September die Ausstellung und stellt sie unter ein Thema, bei dem für diese jeweilige Jahresausstellung die ausgestellten Objekte bis auf wenige Ausnahmen ausgetauscht werden. Die Eröffnungsausstellung 2007/2008 stand unter dem Motto "Der unendliche Raum dehnt sich aus". Die folgenden Ausstellungen hatten folgende Themen: 2008/2009 "Der Mensch verläßt die Erde"; 2009/2010 "Hinterlassenschaften";  2010/2011  "Noli me tangere! - Berührte mich nicht/Halte mich nicht fest"; 2011/2012 "denken"; 2012/2013 "Art is Liturgy. Paul Thek und die Anderen"; 2013/2014:"zeigen verhüllen verbergen. Schrein. Eine Ausstellung zur Ästhetik des Unsichtbaren"; 2014 /2015: "playing by heart" *; "2015/2016: Der rote Faden. Ordnungen des Erzählens"

aktuelle Jahres-Ausstellung 2016/2017:
"  ... (unsinniger Anglizismus *)  . Über das Individuum - 10 Jahre Kolumba!"

* Anmerkung: Warum schon wieder diese Anglizismen? Was mag denn in die "Künstler" in diesem sonst famosen Museum gefahren sein? FragenSie nach! Gerade Kulturschaffende sollten sich am Bewahren des Kulturgutes Deutsche Sprache beteiligen.

Kölner Museen/Museum Kolumba Kölner Museen/Museum Kolumba Kölner Museen/Museum Kolumba Kölner Museen/Blick vom Museum Kolumba
Blick aus dem Museum
Kölner Museen/Museum Kolumba  Kölner Museen/Museum Kolumba Kölner Museen/Museum Kolumba Kölner Museen/Museum Kolumba
Ruinenteil St.Kolumba
Kolumba



3.7 Kölnisches Stadtmuseum

Das städtische Kölnische Stadtmuseum ist ein historisches Museum mit einer Ausstellung zur Geschichte der Stadt Köln.

Direktor: Dr. Mario Kramp. Adresse: Zeughausstraße 1-3 - Innenstadt// in Nähe Opernhauses und Dom

3.7.1 Geschichte des Museums

Das Museum ist 1888 gegründet worden. Sein erster Standort war die Hahnentorburg. Seit 1958 befindet es sich  im Gebäudes des ehemaligen mittelalterlichen Zeughauses. Es steht dort auf Resten der römischen Stadtmauer. Seit 1974 ist die Alte Wache (eins von drei Wachtgebäuden der preußischen Militärverwaltung von 1841) dem Museum angegliedert; dort finden die Sonderausstellungen statt.

Das Kölnische Stadtmuseum soll bis 2019 saniert und erweitert werden. Dann soll auch eine Übersicht gesamte 2000-jährige Kölner Stadtgeschichte  dargestellt werden (mit Verweisen auf Sammlungen in den übrigen Kölner Museen wie RGM zur römischen und frühfränkischen Epoche und die Kunstmuseen). Nach neueren Plänen des bis 2015 amtierenden vormaligen Kölner Oberbürgermeisters Jürgen Roters wird voraussichtlich anstelle der Sanierung und Erweiterung ein Neubau unmittelbar neben dem anderen wichtigen historischen Museum, dem RGM, entstehen ... eine grandiose Idee!

3.7.2 Die Sammlung

Das städtische Kölnische Stadtmuseum zeigt als historisches Museum

eine Ausstellung zur Geschichte der Stadt Köln vom - derzeit - Mittelalter bis zum 20. Jhdt. 

In der Chronologie der 2000-jährigen Kölner Geschichte folgt es damit dem
Römisch-Germanischen-Museum (RGM).

3.7.3 Sonderausstellungen

2010

2011

2012
2013
2014
2015
2016

"Köln 13 Uhr 58. Geborgene Schätze aus dem Historischen Archiv" (03.10 - 21.11.10), eine hervorragende Dokumentation zu geborgenen Archivalien und deren Restaurierung. Glückwunsch!
"Der kolossale Geselle. Ansichten des Kölner Dom bis 1842" (10.12.10 - 05.03.11)
"Made in cologne - Kölner Marken für die Welt" (10.06. - 11.09.11) und 
"drunter und drüber. Der Waidmarkt. Orte Kölner Geschichte" (08.10.11 -18.02.12)
"Zur Sache Schätzchen! Raritäten aus dem Depot" (17.03. – 10. 06.12),  "Ein bunter Traum: Kölns romanische Kirchen im Historismus (07.07. – 16. 09.12)  und  "Elftausend Jungfrauen. Ralf König: Das Ursula-Projekt (13.10. 2012 –  09. 02.2013)
"Als die Welt nach Köln kam. Hohe Gäste in der Domstadt: Kölle Alaaf" (02.07. - 15.09.13), "125 * gekauft - geschenkt -gestiftet" (22.06. - 10.11.2013) und "drunter und drüber: Der Eigelstein. Schauplatz Kölner Geschichte 2" (13.12.2013 - 27.04.2014)
"Köln in unheiligen Zeiten. Die Stadt im Dreißigjährigen Krieg" (14.06. - 05.10.2014) und  "Köln 1914. Metropole im Westen" (22.11. - 19.04.2014)
"Achtung Preussen! Beziehungsstatus: kompliziert. Köln 1815 - 2015" (29.05. - 25.10.2015) und  "Amor und Psyche - die Lust am Schönen an der Wand" (21.08. - 08.11.2015)
"Drunter und drüber: Der Heumarkt. Schauplatz Kölner Geschichte 3" (10.12.2016 - 14.05.2017, verlängert!)

aktuelle Austellung:  
 
geplant:
"Konrad der Große - Die Adenauerzeit in Köln 1917 bis 1933" (01.07. - 19.11.2017)



3.8 Weitere Museen und Ausstellungsstätten:

Das städtische Museum zeigt
 

europäisches Kunsthandwerk vom Mittelalter bis zur Gegenwart (Glas, Keramik, Porzellan, Schmuck) und
eine Designsammlung des 20./21.Jhdt. sowie Sammlungen aus den Bereichen Grafik, Architektur
und Fotografie.

Das Museum mit dem früheren Namen Kunstgewerbe-Museum ist 1888 gegründet worden und benutzt seit 1989 das Gebäude neben der Minoritenkirche, das vorher vom WRM genutzt worden war. Es ist das einzigste Museum dieser Gattung in NRW. Einzigartig in Europa ist die Designsammlung - seit 01.11.2008  neu gestaltet -An das Museum ist die gotische Minoritenkirche St. Maria Empfängnis aus dem 13. Jhdt. angelehnt. Der Hof des Museums war seinerzeit der Kreuzgang dieser Kirche, von dem Reste noch erhalten und in den Museumsbau integriert sind.

Direktorin: Dr. Petra Hesse. Adresse: An der Rechtsschule// Innenstadt Nähe Dom und Hauptbahnhof gegenüber dem  WDR-Hauptgebäude 



2011/12

2012
2013
2014

2015
2016



Sonderausstellungen in den letzten Jahren::
2011: Themen-Schwerpunkt Design, 2012 Themen-Schwerpunkt: Architektur
Raum - Maschine Theater – Szene und Architektur " (15.12.12. - 10.03.13)
"Ein Museum im Glück: Meisterwerke angewandter Kunst aus der Sammlung der Overstolzengesellschaft" (18.05 .-  08.12.2013)
"Rolf Sachs "typisch deutsch?" - Eine Auseinandersetzung mit Eigenschaften und Klischees" (13.01. - 09.06.2014), "Markus Brunetti / FACADES. Kathedralen, Kirchen, Klöster in Europa" (20. 08. - bis 14.12.2014) und
"Köln 1914. Metropole im Westen" (22.11.2914 - 19.04.2015)
"Look! Modedesigner von A bis Z ... " (19.09.2015 - 28.02.2016)
„Zur Freude!. Kostbare Dosen und Miniaturen aus zwei Kölner Sammlungen" (17.09. - 11.12 2016)

Aktuelle Ausstellung:

Geplant:
"IM SPIELRAUSCH: Von Drachentötern, Königinnen und Pixelmonstern (19.08.2017 bis 04.02.2018)




Das städtische Museum zeigt

Kunst aus China, Japan und Korea vom 15. Jhdt v. Chr. bis 17. Jhdt.  n. Chr. sowie der Neuzeit.

Das Museum für ostasiatische Kunst ist 1913 als erstes seiner Art  in Deutschland eröffnet worden. Es zeigt eine herausragende Sammlung, die nur mit derjenigen des Museums für ostasiatische Kunst in Berlin vergleichbar ist. Der heutige Bau am Aachener Weiher ist seit 1977 das Domizil des Museums. Das Museum ist nach längeren Renovierungsarbeiten wieder geöffnet!

Direktorin: Dr. Adele Schlombs. 
Adresse: Universitätsstraße 100// am westlicher Rand der Innenstadt im inneren  Grüngürtel (am Aachener Weiher) und in Nähe Universität 

In der unmittelbarer  Nachbarschaft des Museums befindet sich das einzige japanische Kulturinstitut in Deutschland, dessen Aufgabe das Vorstellen der japanischen Kultur ist.


2010
2011
2012
2014
2015

2016



Sonderausstellungen in den letzten Jahren:
 "Das Herz der Erleuchtung. Buddhistische Kunst aus China (550-600)" (17.10.09 - 10.01.10)  und  "Bhutan - Heilige Kunst aus dem Himalaya" (20.02. - 23.05.10)                                               
"Der perfekte Pinsel. Chinesische Malerei 1300 - 1900" (16.10.10 - 27.02.11), "Entdeckung Korea! Schätze aus deutschen Museen" (26.03. - 17.07.11) und "Goldene Impressionen - japanische Malerei 1400 - 1900" (29.10.11 - 15.04.12)
"Glanz der Kaiser von China: Kunst und Leben in der verbotenen Stadt" (20.10.12 - 20.01.13)
"Von Israel bis Yokuhama: Reise der Kamera nach Asien 1839 - 1900"  (17.05. - 07.09. 2014) und "Vom Japanismus zu Zen. Paul Klee und der Ferne Osten" (18.10.2014 - 01.02.2015)
"BORO" (28.03 - 02.08.2015)
"All about Girls and Tigers" (26.09.2015 - 31.01.2016)
"Magie der Zeichen" (23.04. - 17.07.2016)
"Leidenschaften
in der Kunst Ostasiens" " (13.08.2016 - 29.01.2017)

Aktuelle Ausstellungen:

Geplant:



Das städtische NS-Dokumentationszentrum in der Gedenkstätte "Ehemaliges Gestapogefängnis" zeigt die Dauerausstellung  "Köln im Nationalsozialismus".  Das Museum wird seit 1981 von der Stadt Köln als Gedenkstätte betrieben. Das vielfach ausgezeichnete NS-Dokumentationszentrum hat sich im Laufe der Zeit zur bundesweit größten lokalen Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik entwickelt. 

Direktor:
Dr. Werner Jung. Adresse: Appellhofplatz 23-25// ehemaliges EL-DE-Haus in  Nähe des Opernhauses
        
aktuelle  Ausstellung: 
"Jugend im Gleichschritt!? Die Hitlerjugend zwischen Anspruch und Wirklichkeit" (16.09.2016 - 15.03.2017)

Der städtischer Austellungsraum artothek zeigt Ausstellungen ausgeliehener Werke zeitgenössischer Kunst (in einem Bürgerhaus aus dem 15. Jhdt.).

Adresse: Am Hof 50//in  Nähe des Kölner Doms


Die Dom-Schatzkammer des Kölner Doms zeigt mit einer großen Anzahl

wertvolle Kirchenschätze und christliche Kunst  vom 4. bis 20. Jhdt.. 
Die Domschatzkammer Köln des Metropolitankapitels der Hohen Domkirche ist ein in den Kölner Dom integriertes Bauwerk an der Nordseite der Kathedrale,  in dem ein Großteil Teile des Kölner Domschatzes ausgestellt ist.

Zu sehen sind in dem
Dom-Untergeschoss auf 3 Etagen in historischen Räumen mit Resten der Römischen Stadtmauer u. a. der Petrusstab, Teile der Petruskette, fränkische Grabfunde (6. Jhdt.), der barocke Schrein des Erzbischofs Engelhardt (1633) - früher im Dom ausgestellt -, viele Reliquiare, die Originalfiguren vom Petersportal im Südturm (1360), ein gotischer Bischofsstab (um 1322), mittelalterliche Skulpturen (u. a. der Hl. Katharina vom Hochaltar; um 1310), der originale Holzkern des Dreikönigen-Schreins und vieles mehr. Zitat Homepage der Dom-Schatzkammer (Auszug): "Zu den bedeutendsten Stücken des Domschatzes zählen der Petrusstab und die Petrusketten. Bis zur Übertragung der Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln im Jahr 1164 waren sie die Hauptreliquien des Domes. Aus dem Reliquienschatz sind ebenso die beiden Kreuzreliquientriptychen, zwei Büstenreliquiare des 15. und 19. Jahrhunderts und der barocke Schrein des hl. Engelbert (1633) hervorzuheben.  Aus der umfangreichen Sammlung barocker Altargeräte und Messgewänder ragt der kostbare Ornat des Kölner Erzbischofs Clemens August von Wittelsbach hervor." 

Eingang: An der Dom-Nordseite gegenüber dem Haupteingang des Hauptbahnhofs.




2012
2013
2014
2014






2015

Sonderausstellungen in den letzten Jahren:
"Himmlischer Glanz" (bis Jan. 2013)
"Königinnen der Merowinger. ..." (09.03. - 26.05.2013)
"Die Goldschmiedewerkstatt des Kölner Doms stellt sich vor" (bis Mai 2014)
"CASPAR MELCHIOR BALTHASAR - 850 Jahre Verehrung der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom" (bis Anfang 2015)
Domschatzkammer Köln/Ausstellung Hl. Drei Könige

"Der Kölner Dom und die Preußen" (01.11 .2015 - 31.03.2016)

aktuelle  Ausstellung:
"Ewald Mataré und der Kölner Dom " (31.03. - 20.08.2017)

Geplant:



Das Käthe-Kollwitz-Museum in Trägerschaft der Kreissparkasse Köln zeigt die international größte

 Sammlung von Käthe-Kollwitz
(Zeichnungen, Druckgraphik, Plakate, Bronzeplastiken, bedeutende Einzelwerke).


Das Museum, eröffnet 22.04.1985, dem 40. Todestage der Künstlerin, ist das erste Käthe-Kollwitz-Museum weltweit.
Adresse: Neumarkt 18-24.



2011
2013
2014
2015

2016
2017


Sonderausstellungen in den letzten Jahren:
„Paris bezauberte mich." Käthe Kollwitz und die französische Moderne (29.10.2010 - 16. 01.2011)
"BERLINER IMPRESSIONISMUS. Werke der Berliner Secession aus der Nationalgalerie Berlin" (01.10.2013 - 26.01.2014),
"Das Auge des Arbeiters. Arbeiterfotografie um 1930" (15.08. - 12.10.2014) und  "APOKALYPSEN - DAHEIM UND AN DER FRONT. Käthe Kollwitz, die deutschen Expressionisten und der Erste Weltkrieg"  (17.10.2014 - 11.01.2015),
„Wie war mein Leben stark in Leidenschaft" Käthe Kollwitz in Photographien und Selbstzeugnissen (23.04. - 28.06.2015) und "Hann Trier - Ich tanze mit den Pinseln. Aquarelle und Zeichnungen der 50er / 60er Jahre" (18.09 .- 29.11.2015)
»…ich will wahr sein, echt und ungefärbt«
Käthe Kollwitz in allen Facetten ihres Schaffens( 08.12.2015 – 03.02.2016) "
ANNELISE KRETSCHMER – ENTDECKUNGEN. Photographien 1922 bis 1975 (16.09.– 27.11.2016)
"KOLLWITZ 2017 – 150. GEBURTSTAG Die Seele nach außen – Selbstbildnisse im Fokus"  (12.01. – 22 02 2017)

aktuelle  Ausstellung:
"Aufstand Renaissance. ..." (10.03. - 05.06.2017)

geplant:
"Gustav Seitz: Ein Denkmal für Käthe Kollwitz" (13.06. - 27.09.2017)



Das Historische Archiv der Stadt Köln gehört im engeren Sinn nicht zu den Kölner Museen. Da es aber wie auch die anderen Kölner Archive  zu den kulturellen Einrichtungen der Stadt gehört und hier einen wichtigen Beitrag liefert, soll es hier mit erwähnt werden.

Das Historische Archiv der Stadt Köln ist das "Geschichtliche Gedächnis der Stadt Köln" und ein unermesslicher Schatz zur Kölner Geschichte. Es ist mit ca. 30 Regal-Km das größte kommunale Archiv Deutschlands und nördlich der Alpen. Das Historische Archiv enthält u. a. ca. 65 000 Urkunden ab 922, ca. 1800 mittelalterliche Handschriften, ca. 150 000 Karten und Pläne, über 800 Nachlässe und Sammlungen sowie ca. 500 000 Fotos zu Kölner Ereignissen. 

Der Bestand
ist z. Zt. leider nur bedingt  nutzbar. Denn eine sehr traurige bundesweite Bekanntheit erhielt das Archivhaus des Historischen Archivs der Stadt Köln am 03.03.2009, 13:58 Uhr. Vermutlich im Zusammenhang mit dem Bau einer Gleiswechselanlage im Zuge des U-Bahn-Baus in der Severinsstraße in der Kölner Südstadt ist das Gebäude des Archivs eingestürzt. Nach dieser Katastrophe wurden die Bestände in mühsamer Kleinarbeit aus den Trümmern geborgen. Aus Archivkreisen war zu vernehmen, dass etwa 95 % der Bestände geborgen werden konnten, wobei "geborgen" leider nicht "gerettet" heißt. Nach der damals ersten Einschätzung weisen rund 35 % der geborgenen Schätze schwerste und 50 % schwere bis mittlere Schäden auf. Die sofort angelaufene Restaurierung wird ca. 30 Jahre dauern! Erst danach wird feststehen, wieviel von den Beständen und damit dem Gedächnis der Stadt Köln und ihrer langen Geschichte wirklich gerettet werden konnten. Seit 27.04.2010 sind die Mitarbeiter/innen des Historischen Archivs provisorisch zentral am Heumarkt 14 untergebracht (mit einem digitalen Lesesaal und mit vielen in digitalisierter Form zugänglichen Fundstücken). Das Restaurierungs- und Digitalisierungz-Zentrum (mit einem Lesesaal) befindet sich in Porz-Lind im rechtsrheinischen Köln.

Leiterin:
Dr. Bettina Schmidt-Czaia. Adresse - derzeit provisorisch -: Heumarkt 14
Das geplante neue Archiv-Haus am südwestlichen Rand der Kölner Neustadt (nähe Uni) soll ca. 2019 fertig werden!

letzte Sonderausstellung:
Zitat des Archivs: "DAS HISTORISCHE ARCHIV DER STADT KÖLN präsentiert unter dem Titel “Willkommen im alten Köln” einen Gemäldezyklus von Siegfried Glos in einer Gesamtausstellung in seinen Räumlichkeiten am Heumarkt 14. Dauer der Ausstellung: 16. März 2016 bis 23. September 2016.  Der Eintritt ist frei."
Historisches Archiv Köln, Ausstellung "Das alte Köln"
aktuelle/geplante Ausstellungen im Archiv:
"Dom sweet Home" * (24.11.2016 - 17.03.2017)
"Hilliges Köln 2.0" (06.04. - 3010.2017)

* Anmerkung: Dem Historischen Archiv Köln gebührt jede Unterstützung. Aber wer bitte schön ist auf diesen unsinnigen Titel gekommen?  Warum dieser Anglizismus? Bisher fiel diesbezüglich bisher nur das Museum Kolumba unangenehm auf. FragenSie nach! Gerade Kulturschaffende sollten sich am Bewahren des Kulturgutes Deutsche Sprache beteiligen.



Das Deutsche Sport- und Olympia-Museum in Trägerschaft des gemeinnützigen „Verein Deutsches Sportmuseum“ zeigt  eine

Sammlung aus der nationalen, internationalen und olympischen Sportgeschichte. 

Adresse: Im Zollhafen 1// am Rheinauhafen neben dem Schokoladen-Museum und in Nähe Heumarkt

geplante Ausstellung:
"Eiszeit" (28.04. - 28.05.2017) - anläßlich der Eishockey-WM 2017 in der Sportstadt Köln -

  • Geldgeschichtliches Museum
Das Geldgeschichtliches Museum der Kreissparkasse Köln zeigt eine Ausstellung zur Weltgeschichte des Geldes mit ca. 2000 Exponaten, die zugleich anhand der Geldgeschichte einen kurzen Überblick über die europäische und deutsche  Geschichte ab der griechischen Antike bietet. Adresse: Neumarkt 18-24//Kassenhalle der KSpK (Siehe auch den Internet-Auftritt des Museums)

aktuelle Fenster-Ausstellung:
Sonderschau „Das Fenster”


Der Skulpturenpark Köln ist ein ca. 40 000 qm großer Park mit Außenskuplturen deutscher und internationaler Kübstler. Dort finden wechselnde Präsentationen moderner Großskulpturen statt. Zitat Stadt Köln: "Der Park geht auf eine Privatinitiative des Sammlerehepaares Dr. Michael und Dr. Eleonore Stoffel im Jahr 1997 zurück. Wechselausstellungen im Rhythmus von zwei Jahren, die eine große Bandbreite moderner zeitgenössischer Außenskulptur präsentieren, haben national und international große Anerkennung gefunden."

Lage: im Stadtteil Köln-Riehl in unmittelbarer Nähe des Kölner Zoo - Eingang an der Riehler Str. -

aktuell: KölnSkulptur #8 (Juni 2015 - Juni 2017)
  • Photographische Sammlung  der Stiftung Kultur der Sparkasse Köln/Bonn mit u. a. dem August Sander Archiv. Adresse: Im Mediapark 7.
  • Museum Zündorfer Wehrturm  mit regelmäßigen Ausstellungen und Veranstaltungen. Adresse: Köln-Zündorf, Hauptstr. 180 (im rrh. Köln).

sowie im benachbarten

und im benachbarten 


In Vorbereitung ist  ein archäologisches Museum mit dem Arbeitstitel
Archäologische Zone/Jüdisches Museum  auf dem Kölner Rathausplatz.
Aktueller Anhang hierzu: Offener Brief "Pro Museum Archäologische Zone"



Kölner Museen/Schokoladen-Museum
Olympia-Museum/Schokoladen-Museum
Kölner Museen/Schokoladen-Museum
Schokoladen-Museum
Kölner Museen/Schokoladen-Museum
Schokoladen-Museum
Kölner Museen/Schokoladen-Museum
Schokoladen-Museum (Aussichtsdach)
Kunststadt Köln/Kollwitz-Museum
Käthe-Kollwitz-Museum 
Kunststadt Köln/Art Cologne
ART Cologne in der Kölner Messe
Kölner Museen/Skulpturenpark
Kölner Skulpturenpark
Kölner Museen/Skulpturenpark
Kölner Skulpturenpark
Kölner Museen/Dom-Schatzkammer
Dom-Schatzkammer/
Eingang Dom-Nordseite
Kölner Museen/Museum für angewandte Kunst
Kölner Museen/Museum angewandte Kunst
Museum für angewandte Kunst
Kölner Museen/Stadtmuseum
Kölnisches Stadtmuseum
(Zeughaus und Alte Wache)
Kölner Museen/Stadtmuseum
Kölnisches Stadtmuseum
(Zeughaus)

A. Anhang
Im Anhang zur Rubrik "Kulturmetropole Köln" und zu dieser Themen-Seite "Kölner Museen" sind  in der  Anhang-Seite

"Stil-Epochen der  Malerei (klassische und moderne Malerei) - Datensammlung zur Kunstgeschichte -"

die Stil-Epochen der westlichen Malerei (Europa + Nordamerika) ab dem Mittelalter mit ihren jeweiligen ungefähren Zeiträumen und den wichtigsten Merkmalen grob und ohne wissenschaftlichen Anspruch beschrieben. Jeder Epoche sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit und nach subjektiver Wertung des Autors die bedeutendsten Maler zugeteilt, soweit sie dem Autor bekannt sind. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich die Epochen nicht immer zeitlich scharf abgrenzen lassen und außerdem manche Künstler epochenübergreifend tätig waren (und deshalb in der Liste zum Teil auch in mehreren Epochen aufgeführt sind).

Anregungen zu  Ergänzungen und/oder Korrekturen dieser Datensammlung nimmt der Autor gerne entgegen.
          

Weitere Informationen zu Kölner Museen können im Internetauftritt der Stadt Köln über die Kölner Museen nachgelesen werden. Außerdem sind die eigenständigen Internetauftritte für u. a. das Wallraf-Richartz-Museum, das Museum Ludwig, das Römisch-Germanische Museum, die Archäologische Zone, das Museum Schnütgen, das Rautenstrauch-Jost-Museum, das Museum Kolumba, das Kölnische Stadtmuseum, das Museum für Ostasiatische Kunst, das Museum für angewandte Kunst,  die Dom-Schatzkammer und das Käthe-Kollwitz-Museum zu empfehlen.  

Siehe auch den kleinen Museumsführer
von "Köln - die Rheinmetropole und alte Römerstadt" !

Einige der Museen sind natürlich auch in die Beschäftigung mit der Kölner Stadtgeschichte und deren historischen Erforschung mehr oder weniger eingebunden, wie insbes. das Römisch-Germanische Museum (Sammlung von der Urgeschichte über die Römerzeit bis zum frühen Mittelalter), das Kölnische Stadt-Museum (Sammlung vom Mittelalter bis heute), das Wallraf-Richartz-Museum, das  Museum Schnütgen, das Museum Kolumba und das NS-Dokumentationszentrum.

Die beiden größten Kölner Museen (WRM und ML) werden vom ältesten Kölner Museums-Förderverein "Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig" unterstützt.


Eine Vision im Rahmen des Masterplans für die Innenstadt Köln ist eine vorgeschlagene Inszenierung eines "Kultur-Karree", zu dem gehören würden:
• die "Via Culturalis" und
• eine Kulturdiagonale von den großen Museen in Dom-Nähe (Museum Ludwig, Römisch-Germanisches Museum, künftiges Museum Archäologische Zone/Jüdisches Museum, Wallraf-Richartz-Museum, Museum Kolumba) über das geplante neue Opern-Karree (mit den ca. 2016/2017 renovierten Kölner städtischen Bühnen - Opernhaus und Schauspielhaus -) bis zum neuen Kulturzentrum am Neumarkt  (Museum Schnütgen und Rautenstrauch-Jost-Museum).

I
m Zentrum der Kölner Innenstadt gibt es eine Kultur-Zone mit hochrangigen kulturhistorischen Bauwerken und Kultureinrichtungen und auch mit stillen und belebten Plätzen auf engstem Raum vereint. Nach einem vor einigen Jahren eingebrachten Plan soll in diesem Gebiet eine Kultur-Meile "Via Culturalis" als eine Innenstadt-Meile zwischen dem gotischen Kölner Dom im Norden und der romanischen Kirche Groß St. Martin im Süden inszeniert und organisiert werden. Realisierung in Vorbereitung, Umsetzung des Plans noch offen.


Empfehlung des Autors Der Autor empfiehlt als jeweiliges Mitglied (bzw. Unterstützer) die Unterstützung der folgenden gemeinnützigen Vereine durch Mitgliedschaft und/oder Spenden:
    * Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig (Die Mitglieder unterstützen und fördern diese beiden Museen und haben freien Eintritt in beiden Museen!)
    * Förderverein Romanische Kirchen Köln (Die Mitglieder unterstützen u. a. maßgeblich Renovierungsarbeiten und Ausstattungam des Kichenensembles und erhalten außerdem jährlich das große wertvolle Jahrbuch des Vereins "Colonia Romanica")
    * Zentral-Dombau-Verein zu Köln von 1842 (Die Mitglieder unterstützen u. a. maßgeblich die umfangreichen Renovierungsarbeiten am Dom und erhalten außerdem jährlich das große wertvolle Jahrbuch des Vereins "Kölner Domblatt")
    * G Fortis Colonia - 2000 Jahre befestigtes Köln (mit seinen Arbeitsbereichen Römische Stadtmauer, Mittelalterliche Stadtmauer, Preußische Festungen)
    * G Förderverein Historischer Park Deutz
die sich um  wichtige und bedeutende Kölner Museen, Bauwerke und Denkmäler kümmern, sowie
    * Förderverein Herzzentrum Köln
    * Verein Deutsche Sprache (überregional)
G: tätig im Bereich der Stadtgeschichte

Anmerkungen des Autors
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Tabellen u. dgl.:
© der eigenen Tabellen beim Autor! Nichtkommerzielle Weiterverwendung: Tabellen in den Anhängen
"Stil-Epochen der Malerei" und  "Antike Geschichte" sowie im Anhang "Datensammlung" auf Nachfrage, ansonsten unter Nennung wie bei Fotos.

GL_Köln/17.06.2017

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Anhang:


Pro Archäologische Zone Stilepochen der Malerei

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