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Köln -  die Kulturmetropole am Rhein

Kulturstadt Köln - Kunststadt Köln


Kölner Bauwerke

12 Romanische Kirchen in Köln
- ein hochrangiges Kultur-Ensemble -


über
arbeitet: Febr. 2016  
Auszüge aus
"V
eto Colonia":
- Via Sacra
- Via Culturalis
Detail-Themenseite des privaten Web-Informations-Projekts "Köln - die Rheinmetropole und alte Römerstadt".  Dieses private Web-Projekt verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen!



Romanische Kirchen in Köln ... und Kölner Pfarrkirchen im Mittelalter
St. Maria im Kapitol - St. Gereon - Groß St. Martin - St. Aposteln - St. Pantaleon und 7 weitere große Romanische Kirchen

0. Einleitung und Inhalt


Auf dieser Seite wird in Ergänzung der Themen-Seiten Kölner Bauwerke und Kölner Denkmäler sowie Das Mittelalterliche Köln das Ensemble der 12 großen Romanischen Kirchen in Köln vorgestellt. Ferner werden weitere kleine romanischen Kirchen, die Kölner Pfarrbezirke im Mittelalter und die verbliebenen mittelalterliche Pfarrkirchen aufgeführt.

Der romanische Baustil trat ab um 1000 bis um 1250 vor allem in Deutschland, Frankreich und Italien auf und ist heute fast ausschließlich bei Kirchen erhalten. Er wurde abgelöst durch den gotischen Baustil (wie beim Kölner Dom).
Der beherrschende romanische Bautyp ist die dreischiffigen Basilika mit kreuzförmigem Grundriss, einem Mittelschiff und Fenstern im Obergaden. Neben den durch zumeist durch Pfeiler getrennten Schiffen und dem Chor im Osten sind Querhäuser und Emporen Bestandteile der sakralen Großbauten. Im Osten - zur aufgehenden Sonne hin - befindet sich der Altar. Typisch sind die massigen schweren Mauern, die schmucklosen strengen Bauteile und die runden Fensterbögen. Die Portalfassade im Westen werden zumeist durch zwei wuchtige Türme betont. Unter Altar und Ostchor befinden sich oft Krypten. In Köln sind 3 der 12 großen Romanischen Kirchen nach dem sog. Trikonchos-Prinzip mit kleeblattförmigem Grundriß des Chors nach dem Vorbild der Geburtskirche in Bethlehem gebaut worden (als erste St. Maria im Kapitol).

1985 feierte Köln mit dem Jahr der Romanischen Kirchen den vollendeten Wiederaufbau der im Krieg stark zerstörten 12 großen Romanischen Kirchen, die seitdem wieder zugänglich sind. Renovierung, Erhaltung und Ausgestaltung der Kölner Romanischen Kirchen und deren Kunstwerke unterstützt maßgeblich der Förderverein Romanische Kirchen Köln e. V., in dem der Autor dieses Internet-Auftritts Mitglied ist. Vieles ist schon unter Mithilfe des Fördervereins erreicht worden. Vieles ist aber auch noch zu tun, nämlich (auszugsweises Zitat aus dem Faltblatt des Vereins) insbesondere die weitere Unterstützung bei der Erhaltung und Ausgestaltung der Kirchen, die Sensibilisierung der Verantwortungsträger bezüglich der Verbesserung des Umfeldes der Kirchen und bei der Planung der Via Sacra und der Via Culturalis). Der Verein lädt auch regelmäßig Mitglieder und die Kölner Bürger zu höchst interessanten Führungen in die Kirchen und zu Vorträgen ein. Für ausführliche Informationen zum romanischen Baustil und zu den einzelnen Kirchen sowie über den Verein besuchen Sie bitte dessen Internet-Auftritt unter "www.romanische-kirchen-koeln.de". Empfehlenswert ist auch ein neues Buch "Die großen Romanischen Kirchen in Köln" (Herausgeber Förderverein Romanische Kirchen Köln e. V.  im Greven-Verlag Köln). Der Förderverein und die Stadt Köln bereiten derzeit einen Antrag auf Aufnahme des Ensembles "Romanische Kirchen Köln" in die der Liste des UNESCO-Weltkulturerbestätten vor! Eine Unterstützung der Ziele des Fördervereins Romanische Kirchen Köln durch eine Mitgliedschaft oder durch Spenden ist sehr zu empfehlen.

Inhalt

1. Übersicht zu den Kölner Romanische Kirchen
1.1 Kölner Kirchen im Mittelalter
1.2 Ensemble "12  Romanische Kirchen Köln" (große Romanische Kirchen)
1.3  Kleine Romanische Kirchen in Köln
2. Mittelalterliche Pfarrkirchen
3. Via Sacra und Besichtigungswege
4. Beschreibung der Kirchen des Ensemles "12 Romanische Kirchen Köln"

Siehe Anmerkungen!

1. Übersicht zu den Kölner Romanischen Kirchen

1.1 Kölner Kirchen im Mittelalter

In Köln gab es im Mittelalter neben den Klöstern und Stiften und deren Kirchen die im damaligen Deutschland mit Abstand größte Zahl an Pfarrbezirken (Pfarrsprengel), nämlich bis zum Beginn des 19. Jhdt. 19 Pfarreien. Im Vergleich dazu die Zahl Pfarrbezirke anderer bedeutende Städte jener Zeit (Zitat aus einem Jahrbuch des Förderverein Romanische Kirchen Köln): "Augsburg 6, Lübeck 5, Nürnberg 2". Insges. gab es in der mittelalterlichen Metropole Köln eine überaus große Zahl an Kirchen. Um 1500 sollen es mehr als 300 Kirchen und Kapellen gewesen sein. In einem mittelalterlichen Reisebericht hieß es: "... soviel wie das Jahr Tage hat". Hierzu ein Zitat des Förderverein Romanische Kirchen/Nov. 2010: "Bis zum Umbruch im 19. Jhdt. gab es 168 öffentliche Kirchen und Kapellen und fast ebensoviel private und Kloster-Kapellen."

Kölntypisch war, dass ab dem 12.Jhdt. alle Pfarreien eng mit Stiften (davon einige mit dem Domstift) oder Klöstern verbunden waren, und zwar in 3 unterschiedlichen  Konstellationen der Pfarrkirchen:

Mit der Säkularisation in 1802 (= Aufhebung kirchlicher Organisationen und Verstaatlichung des kirchliches Besitzes) wurden alle katholische Klöster und Stifte aufgehoben und deren Besitztümer in Staatseigentum überführt und größtenteils verkauft. Die zu Klöstern/Stiften gehörenden Pfarrkirchen wurden in der französichen Phase des Neuzeitlichen Köln ab 1802 im Zuge der Säkularisation durch die Franzosen ebenfalls aufgehoben und abgerissen (außer Pfarrkirche St. Peter neben St. Cäcilien), wobei ein Teil der Zerstörungen erst in der nachfolgenden preußischen Zeit erfolgte. Die zumeist größeren und architektonisch wertvolleren vormaligen Kloster-/Stiftskirchen (und damit 11 der heutigen 12 großen Romanischen Kirchen) wurden in Pfarrkirchen umgewandelt. Ab ca. 1850 wurden diese Kirchen aufwendig renoviert, wobei sie in der Baustil-Epoche des Historismus, bei der auf ältere Stilrichtungen zurückgriffen und diese nachgeahmt wurden, in ihren ursprünglichen mittelalterlichen Stil rückversetzt worden sind. Das geschah so, wie man sich in dieser Zeit den mittelalterlichen Stil vorstellte (mit neuromanischen und neugotischen Stilformen und farbigen Ausmalungen). Ab 1920 wurden diese im 19. Jhdt. eingebrachten historistischen Ausstattungen und die Farbenpracht zum Teil wieder zurückgenommen; den Rest erledigte dann der zweite Weltkrieg.

1.2 Ensemble "12  Romanische Kirchen Köln" (große Romanische Kirchen)

Das Kultur-Ensemble 12 Romanische Kirchen Köln (mit St. Pantaleon als älteste und St. Kunibert als jüngste) entstammt dem großen Kirchenschatz des Mittelalters. Diese vom 9. bis Anfang 13. Jhdt. erstellten sowie nach dem Krieg erhaltenen und zumeist aufwendig restaurierten Romanische Kirchen waren nach ihrem Aufbau in der Romanik-Phase später mit anderen Stilrichtungen erweitert und/oder umgebaut worden. 11 der 12 Kirchen waren Stiftskirchen oder Klosterkirchen. 5 der 12 Romanischen Kirchen Kölns haben den Status einer "Basilika Minor" (= ein besonderer Ehrentitel des Papstes für bedeutende Kirchen unabhängig von ihrem Baustil): St. Kunibert, St. Gereon, St. Aposteln, St. Maria im Kapitol und St. Severin. Dieses Kultur-Ensemble in der Kölner Innenstadt ist heute ein in Deutschland einzigartiges kulturelles Erbe.

Diese 12 Kirchen befinden sich alle innerhalb des Gebiets des
von der ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauer geschützten Mittelalterlichen Köln  - also in den heutigen Kölner Stadtteilen Altstadt/Nord und Altstadt/Süd -. 3 dieser 12 Kirchen stehen ferner auf dem Gebiet des vorhergehenden antiken Römischen Köln. Davon wiederum stehen 2 Kirchen innerhalb der von der ehemaligen römischen Stadtmauer umfassten römischen Kernstadt (St. Maria im Kapitol und St. Cäcilien) und 1 auf der in frührömischer Zeit vorgelagerten Rheininsel (Groß St. Martin). 8 der 12 Kirchen sind auf Fundamenten von römischen Bauwerken erstellt worden.

Liste der nach dem Weltkrieg erhaltenen und restaurierten 12 großen Romanischen Kirchen Kölns in der Kölner Innenstadt (von Norden nach Süden):

 Romanische Kirchen vormals
Stiftskirche  
vormals
Klosterkirche
vormals den Stiften/Klöstern
zugehörige Pfarrkirche(n)
Baudaten//Weihe
der Romanischen Kirchen
St. Kunibert
+

<<< 
St. Lupus *    
um 1215 - 1247//1247
St. Ursula +
St. Maria Ablass  *  ***  
     
2. Viertel 12. Jhdt.//Altar 1135
St. Gereon +

St. Christoph  * Dekagon um 1210 - 1227//

St. Andreas +

St. Paul * vor 1200 - um 1220//

Groß St. Martin
+
St. Brigiden (St. Brigida) * 1150 - Mitte 13. Jhdt.//Chor 1172

St. Aposteln +

<<< 1. Hälfte 11. Jhdt.//

St. Cäcilien
(heute genutzt vom Museum Schnütgen)

+

St. Peter  *** 1130 - 1160//

St. Maria im Kapitol +
(ab 12. Jhdt.)
                (+)                 Klein St. Martin *   *** 1040 - 1065//1065

St. Maria in Lyskirchen **
-
um 1200 - um 1220//

St. Georg
+

St. Jakob  *
St. Maria Lyskirchen
um 1059 - 1067//1067

St. Pantaleon
+
St. Mauritius   *** 966 - 980//Chor 980

St. Severin +

<<<
St. Johann Baptist   ***
9./10. Jhdt.//1043


Erläuterungen 
Alle katholische Klöster und Stifte wurden in der französichen Phase des Neuzeitlichen Köln ab 1802 im Zuge der Säkularisation durch die Franzosen  aufgehoben (s. Ziffer 1.1).  
<<<   Bauliche Einheit mit Kloster-/Stiftskirche.
*
      Kirche existiert nicht mehr. 
**     Früher abhängige Pfarrkirche im Bereich des Stifts St. Georg.
***   Siehe unter Pfarrkirchen.
Stift:  Ein Stift ist eine Anstalt mit einer christlichen Lebensgemeinschaft von Klerikern, die ohne Ablegung von Gelübden in einer klosterähnlichen Anlage leben.
Kloster:  Ein Kloster ist eine Anlage, in der Menschen (Mönche oder Nonnen) in einer auf die Ausübung ihrer Religion konzentrierten Lebensweise zusammenleben.


Diese 12 Kirchen werden nachfolgend im einzelnen vorgestellt (Ziffer 4). Als Besuchsweg eignen sich die geplante Via Sacra und  Vorschläge des Autors. In Köln wird - auch von der KölnTourismus GmbH, der offiziellen Tourismusorganisation der Stadt - u. E. das Kirchen-Ensemble nicht angemessen beworben. In einem Prospekt "Heiliges Köln" sind die 12 Romanischen Kirchen zwar erwähnt und drei sind auch beschrieben. Es fehlt aber eine eigene Broschüre "Ensemble Romanische Kirchen Köln" mit einer kurzen Beschreibung aller 12 Kirchen mit Lageskizzen, mit Vorschlägen für Besucherwege und mit Angabe der Bahnstation (siehe auch Mängelliste Kölner Denkmäler). Es gibt zwar ein informatives Faltblatt des Fördervereins Romanische Kirchen, das erfüllt aber nicht alle vorstehenden Forderungen und ist zudem nicht in dem Touristenbüro am Dom sondern nur über den Förderverein und im Domforum zu erhalten, ist also vermutlich bei den meisten Touristen unbekannt.

1.3  
Kleine Romanische Kirchen in Köln

1985 feierte Köln - wie schon erwähnt - mit dem Jahr der Romanischen Kirchen den vollendeten Wiederaufbau der im Krieg stark zerstörten 12 großen Kirchen, die seitdem wieder zugänglich sind. Neben den unter 1.2 aufgeführten 12 großen Romanischen Kirchen gibt es in Kölner Stadtteilen - ehedem Städte und Dörfer im Umland der mittelalterlichen Stadt - noch weitere 13 kleine Romanische Kirchen, nämlich
Romanische Kirchen in Köln/Alt St. Heribert Romanische Kirchen in Köln/Alt St. Heribert Romanische Kirchen in Köln/Alt St. Heribert Romanische Kirchen in Köln/Alt St. Heribert Romanische Kirchen in Köln/Alt St. Heribert
Romanische Kirchen in Köln/Alt St. Heribert

Alt St. Heribert
Romanische Kirchen in Köln/Alt St. Maternus Romanische Kirchen in Köln/Alt St. Maternus

Romanische Kirchen in Köln/Alt St. Stephan Romanische Kirchen in Köln/Alt St. Stephan Romanische Kirchen in Köln/Alt St. Stephan
Alt St. Maternus (Kapellchen)

Alt St. Stephan (Krieler Dömchen)

sowie

2. Mittelalterliche Pfarrkirchen

Wie unter Ziffer 1 erwähnt, gab es im Mittelalter in Köln die im damaligen Deutschland mit Abstand größte Zahl an Pfarrbezirken (Pfarrsprengel), nämlich bis zum Beginn des 19. Jhdt. 19 Pfarreien. In der nachfolgenden Liste der Pfarrkirchen in diesen 19 mittelalterlichen Pfarrbezirken sind die 3 unterschiedlichen mitttelalterlichen Varianten der Pfarrkirchen dargestellt:

Pfarrkirchen in baulicher Einheit mit einer Stifts-/Klosterkirche Pfarrkirchen in völliger Abhängigkeit zu einem Stift/Kloster *
Pfarrkirchen in teilweiser Selbständigkeit von einem Stift *
("Bürgerpfarreien")
St. Kunibert R (Stift St. Kunibert)
St. Lupus (Stift St. Kunibert R)
St. Peter (Stift St. Cäcilien R)
St. Aposteln R (Stift St. Aposteln)  St. Maria Ablass (Stift St. Ursula R) Klein St. Martin (Stift St. Maria im Kapitol R)
St. Mauritius (Kloster St. Mauritius - Patronatsrecht  Kloster St. Pantaleon -) St. Christoph (Stift St. Gereon R) St. Jakob (Stift St. Georg R)
St. Severin R (Stift St. Severin mit Pfarraufgaben)  St. Paul (Stift St. Andreas R) St. Johann Baptist (Stift St. Severin R)

St. Brigida (Kloster Groß St. Martin R) St. Kolumba (Domstift)

St. Maria in Lyskirchen R (Stift St. Georg R) St. Laurenz (Domstift)

St. Maria Magdalena (Pfarrkapelle) (Stift St. Severin R)
St. Alban (Domstift)

St. Johann Evangelist (Domstift)


St. Maria im Pesch (Domstift)

R Kirche zählt zu dem heutigen Ensemble "12 Romanische Kirchen Köln"
R Mittelalterliche Stift-/Klosterkirche zählt zu dem heutigen Ensemble "12 Romanische Kirchen Köln"
* zugehöriges Stift/Kloster in Klammern

Von den  Pfarrkirchen der 19 mittelalterlichen Pfarrbezirke sind ungeachtet der der Folgen der Säkularisation von 1802  noch 10  im heutigen Stadtbild der Kölner Innenstadt erhalten:

    * Die nationale Gedenkstätte Alt St. Alban wurde am 21.05.1959 unter Beteiligung u. a. des Bundespräsidenten Theodor Heuss, des Kölner Oberbürgermeisters Theo Burauen und Hans Kollwitz eingeweiht.

Kölner Kirchen/Alt St. Alban Kölner Kirchen/Alt St. Alban Kölner Kirchen/Alt St. Alban
Kölner Kirchen/Alt St. Alban
Kölner Kirchen/Alt St. Alban Kölner Kirchen/St. Johann Baptist
Kölner Kirchen/St. Johann Baptist
Kölner Kirchen/St. Johann Baptist
Ruine Alt St. Alban und nationale Gegenkstätte
(mit Skultptur "Trauende Eltern")
St. Johann Baptist
Kölner Kirchen/Ruine St. Kolumba Kölner Kirchen/Ruine St. Kolumba Kölner Kirchen/Kapelle St. Maria Ablass Kölner Kirchen/Kapelle St. Maria Ablass Romanische Kirchen in Köln/Klein St. Martin


St. Kolumba
(in Museum Kolumba integrierte Ruinenteile und Ausgrabung)
Kapelle St. Maria Ablass Turm Klein St. Martin



Empfehlenswert zu diesem Kapitel sind die Jahrbücher Colonia Romanica 2013 und 2014 des Förderverein Romanische Kirchen Köln e. V. mit dem Titel "Die romanischen Kölner Pfarrkirchen von den Anfängen bis zur Gegenwart" (2 Bände, erschienen im Greven-Verlag Köln).
                    

3. Via Sacra und Besichtigungswege

Im Mittelalter gab es zwischen St. Kunibert im Norden und St. Severin im Süden unter Einbeziehung des Doms und einiger der Romanischen Kirchen einen Prozessionsweg. Rudolf Schwarz, Kölner Generalstadtplaner von 1946 bis 1952, hatte als Erster die Idee, eine stadträumliche Verbindung zwischen 7 romanischen Kirchen von St. Kunibert im Kölner Norden über St. Ursula, St. Gereon, St. Aposteln, St. Mauritius (ehemals romanisch) und St. Pantaleon bis St. Severin im Süden zu schaffen. Später wurde immer mal wieder der Gedanke aufgegriffen,
- das kompletten Ensemble der 12 erhaltenen bzw. renovierten Romanischen Kirchen oder
- zumindest die ringförmig in Nähe der mittelalterlichen Stadtmauer und damit der heutigen Ringstraße stehenden Kirchen
in Anlehnung an die antike Via Sacra Roms als "Kölner Via Sacra" neu zu
inszenieren. Leider ist diese glänzende Idee bisher noch nicht umgesetzt worden. Im antiken Rom zogen über die dortige Via Sacra die Triumphprozessionen vom Titusbogen durch das Forum Romanum (das damalige politische und wirtschaftliche Zentrum Roms) zum kapitolinischen Hügel und dem dortigen Kapitolstempel für die römische Trias Jupiter, Juno und Minerva.

Für Köln kann man sich einen inszenierten Weg "Via Sacra" als einen Rundweg mit 2 Abschnitten vorstellen
:
    • St. Andreas - Groß St. Martin - St. Maria Lyskirchen - St. Marie im Kapitol - St. Cäcilien - St. Georg - St. Severin
Der vorgenannte Halbkreis verläuft - wie schon erwähnt - in der Nähe der ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauer und damit parallel zu den heutigen Kölner Ringstraßen. Diese Projektidee ist in dem Buch „Via Sacra“ von Hiltrud Kier/Bachem-Verlag beschrieben.

Nachtrag Sept. 2014:
Der Gedanke eines inszenierten Besuchs- und Pilgerweges "Via Sacra" mit Einbindung der 12 Romanischen Kirchen ist bisher offenbar immer noch nicht in einer konkreten Planungsphase. Warum eigentlich nicht? Die Via Sacra - ein vergessenes Projekt? Hierzu ist auf ein Projekt Kölner Architekten "Die Kölner Via Sacra. Ein Pilgerweg der anderen Art" zu verweisen, das in einer Ausstellung in 2013 (19.02. - 22.03.2013) und danach gelegentlich an unterschiedlichen Orten vorgestellt worden ist. In einem Werkstattverfahren in 2012 ist die Gestaltung eines solchen Pilgerweges erarbeitet worden (http://www.via-sacra-koeln.de) (allerdings zunächst nur unter Einbeziehung der in Nähe der früheren mittelalterlichen Stadtmauer halbkreisförmig angeordneten Kirchen von St. Severin im Süden bis St. Kunibert im Norden - mit 6 der 12 Romanischen Kirchen + der ehemals Romanischen Kirche St. Mauritius -). In den Unterlagen zu diesem Projekt heißt es u. a.: "St. Gereon, St. Aposteln und St.Pantaleon sind große Zeugnisse der europäischen Baugeschichte." Nun sind alle Verantwortlichen der Stadt gefordert! Allerdings: Eine "Via Sacra" muss alle 12 Romanischen Kirchen umfassen. Das fordert auch der Förderverein Romanische Kirchen. Insofern ist das Projekt der Architekten zwar sehr lobenswert, aber nicht konsequent.

Besichtigungswege zu den 12 großen Romanischen Kirchen/Vorschlag des Autors:

Solange die Inszenierung "Via Sacra" noch nicht existiert, empfiehlt der Autor, die 12 großen Romanischen Kirchen Kölns unter Einbeziehung des Kölner Doms auf in zwei oder vier Etappen
wie folgt zu erkunden (sinnvollerweise unterstützt mittels eines Faltblatts des Förderverein Romanische Kirchen Köln - zu erhalten von dem Verein oder auch im Domforum (F) -,  den Jahrbüchern des Vereins oder Unterlagen von Köln-Tourismus an der Dom-Westseite):

Romanische Kirchen in Köln
Romanische Kirchen im neuzeitlichen Köln  
(Quelle: Förderverein Romanische Kirchen Köln)

Aufteilung auf 2 (Tages-) Etappen *
1. Nord-Etappe:
Groß St. Martin (5) - Dom/Dom-Schatzkammer (A)  - St. Andreas (4) - St. Gereon (3) - St. Ursula (2) - St. Kunibert (1)

2. Süd-Etappe:
St. Maria  Lyskirchen (9) - St. Georg (10) - St. Maria im Kapitol (8) - St. Cäcilien (Museum Schnütgen) (7) mit St. Peter -
St. Aposteln
(6) - St. Pantaleon (11) - St. Severin (12)
Romanische Kirchen in Köln
Romanische Kirchen im mittelalterlichen Köln
(Quelle: Förderverein Romanische Kirchen Köln)
Aufteilung auf 4 Etappen
1. Süd-Etappe:
St. Maria im Kapitol -
weiter über Severinsstraße (Trasse der alten R
ömerstraße nach Süden) - St. Georg - St. Severin (in Nähe des Severinstors der Mittelalterlichen Stadtmauer)

2. Nord-Etappe:
St. Gereon - St. Ursula - St. Kunibert
(in Nähe des Eigelsteintors
der Mittelalterlichen Stadtmauer)

3. südliche West-/Ost-Etappe:
St. Pantaleon - St. Maria Lyskirchen
(am Rhein in Nähe Rheinauhafen) - Groß St. Martin (mitten im Altstadt-Vergnügungs-Viertel)

4. nördliche West-/Ost-Etappe:
St. Aposteln
(am Neumarkt) - St. Cäcilien (Museum Schnütgen) mit St. Peter (Rubens-Gemälde!) - St. Andreas (Nähe Dom) - Kölner Dom
Eine weitere Möglichkeit ist es, den Leichenzug des später heiliggesprochenen Erzbischofs Anno im Jahr 1065 nachzuvollziehen:  

Dom (damals noch der Alte Dom) - Groß St. Martin  - St. Maria im Kapitol - St. Cäcilien - St. Georg - St. Severin - St. Pantaleon - St. Aposteln - St. Gereon - St. Andreas -  St. Ursula - St. Kunibert - Dom -  St. Heribert (heute Alt St. Heribert; rechtsrheinisch) ... von dort damals weiter zum Kloster Siegburg (Grab)
    * Angaben in Klammern siehe in links abgebildeter Karte aus dem Faltblatt des "Förderverein Romanische Kirchen Köln"

Sehr zu empfehlen sind auch die regelmäßigen Führungen des Fördervereins Romanischen Kirchen in den einzelnen Kirchen (auch für Nichtmitglieder), bei denen auch der zumeist nicht zugängliche Chorbereich einbezogen wird. Fordern Sie die Prosepekte an!
                                                                                                                                                                                                                                                                          
Die Höhepunkte der Besichtigungen *:                                                         
                                                                                                                                                                  
Romanische Kirchen in Köln/St. Maria im Kapitol
   St. Maria im Kapitol    
Romanische Kirchen in Köln/St. Gereon
St. Gereon
Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin
Groß St. Martin
Romanische Kirchen in Köln/St. Aposteln
St. Aposteln
Romanische Kirchen in Köln/St. Pantaleon
St. Pantaleon
* nach Ansicht des Autors!
                                                        
                      

4. Beschreibung der Kirchen des Ensemles "12 Romanische Kirchen Köln"
(in der Reihenfolge des vorstehend vorgeschlagenen Besichtigungsweges/2 Etappen)

Groß St. Martin

Vorläuferkirche
  •  10. Jhdt. Gründung eines Chorherrenstifts zu Ehren von Martin von Tours und Bau einer Stiftskirche. Später - Ende 10. Jhdt. - Umwandlung in ein Benediktiner-Kloster; im 11. Jhdt. Erweiterungen.
.


Romanische Kirche 
  • 1150 - Mitte 13. Jhdt. (ca. 1240) Bau der heutigen dreischiffigen Basilika mit Vierungsturm und Dreikonchen-Chor (kleeblattförmiger Chor); Chorweihe 1172.
  • Ab dem 14. Jhdt. Weiterbau und Renovierungen.
  • Nach dem Krieg Wiederherstellung bis 1965 mit Stilelementen der 50iger Jahre.
wichtigste Ausstattungs-Werke
 

Skulptur Hl. Eliphius/12. Jhdt.
staufischer Taufstein/13. Jhdt.
Kreuzigungsgruppe/1509
Grablegungsgruppe
Dreikönige-Triptychon/um 1530
Skulptur Schmerzensmann/16. Jhdt.
Skulptur Äbtissin Brigida von Vildare
Statuen Petrus und Paulus
Vierungsaltar mit Radleuchter/neuzeitlich
Fenster der Ostkonche/1987


Anmerkungen

Groß St. Martin war eine mittelalterliche Klosterkirche.

Auf der dem befestigten römischen Stadtgebiet vorgelagerten frühzeitlichen Rheininsel - zwischen Rhein und einem Nebenarm des Flusses und damit außerhalb der römischen Stadtmauer - nutzen die Römer vom 1. bis Mitte 2. Jhdt. n. Chr. eine Palaestra (Sportanlage) mit Wasserbecken und ab Mitte 2. Jhdt. 4 dreischiffige Horrea (Lagerhäuser) mit einem großen Hofraum. Über den Fundamenten des südöstlichen der Lagerhäuser wurde die ebenfalls dreischiffige Kirche Groß St. Martin errichtet, deren Raum den Raum des Lagerhauses nachbildet. Der Bau einer ersten Kirche - evtl. unter Nutzung der römischen Lagerhalle - zur fränkischen Zeit im 5. - 9- Jhdt  wird  vermutet, ist aber nicht belegt.

Die Ausgrabungen aus der Römerzeit können unterhalb des Kirchengebäudes besichtigt werden. Sie gehören zu den Bodendenkmälern der römischen Epoche Kölns. Die zu dem einstigen Kloster gehörende nicht mehr vorhandene mittelalterliche Pfarrkirche St. Brigida ist im Plaster neben der Kirche angedeutet.

Der namengebende Hl. Martin von Tours (um 316 - 397) war ein Bischof in Tours (Frankreich) und ist einer der bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche.

Die Kirche Groß St. Martin wird derzeit genutzt von der Monastischen Gemeinschaft von Jerusalem. Monastrisch bedeutet ein Leben in klösterlichen Abgeschiedenheit. Zitat der Gemeinschaft: "Als katholische Gemeinschaften vereinen die Monastischen Gemeinschaften von Jerusalem in jeweils zwei Instituten geweihten Lebens Brüder und Schwestern, deren spezifische Berufung darin besteht, in der "Wüste der Stadt" Oasen des Gebets, der Stille und des Friedens zu schaffen.Sie wurden Allerheiligen 1975 in Paris in der Kirche Saint-Gervais durch Bruder Pierre-Marie Delfieux, ehemals Studentenpfarrer an der Sorbonne, und mit Unterstützung des damaligen Erzbischofs von Paris, Kardinal François Marty, gegründet."


Standort

Groß St. Martin mit seinem imposanten Turm und dem kölntypisch zum Rhein ausgerichteten Chorstuhl in Kleeblattform steht mitten im Altstadt-Vergnügungs-Viertel Heumarkt/Alter Markt/Rheingarten. Die Kirche gehört zusammen mit dem Kölner Dom und dem Rathausturm sowie den Altstadt-Häusern zum weltweit bekannten Panorama Kölns, das am besten vom gegenüberliegenden rechtsrheinischen Rheinufer zu sehen ist. Der Vierungsturm ist das älteste Wahrzeichen der Stadt. Der ab 1248 gebaute Dom wurde mit seinen beiden Türmen erst 1880 fertiggestellt.

Stadtbahn-/U-Bahn-Stationen: Heumarkt und Alter Markt
Adresse: An Groß St.Martin, 50667 Köln

KölnerKölner Panorama/Dom und Groß St. Martin
Panorama: Groß St. Martin + Kölner Dom
Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin
Drei-Kronen-Tafel
Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin
Altstadt/Rheingarten mit Groß St. Martin u. Stapelhaus
Romanische Kirchen in Köln/Figur an Groß St. Martin
  St. Martin
Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin
Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin


West- und Nordwest-Seite 


Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin
Nordseite
Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin
Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin
Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin

Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin

Groß St.Martin   Dom     Stapelhaus Ost-Seite 
Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin
Altstadt/Rheingarten
Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin
Altstadt/Rheingarten
Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin (vom Domdach)
Groß St. Martin/Blick vom Domdach
Romanische Kirchen in Köln/Groß St. Martin (vom Domdach)
Groß St. Martin/Blick vom Domdach
Ausgrabungsbereich unter Groß St. Martin
(Fotos gelöscht)                  
           
 
St. Andreas

Vorläuferkirchen
  • Eine vermutliche frühmittelalterliche Kapelle und eine spätere Kirche an dieser Stelle sind nicht belegt.
  • Im 10. Jhdt. Gründung eines Chorherrenstifts und Bau einer frühromanischen Stiftskirche (Weihe 974) mit Erweiterungen im 11. Jhdt..

Romanische Kirche
  • Vor 1200 - um 1220 Neubau der einer dreischiffigen staufischen Basilika in einer kreuzförmigen Struktur mit Westquerbau, kurzem Langhaus, Querschiff mit Konchenschluss, achteckigem Vierungsturm und - dem späteren - spätgotischem Langchor.
  •  13. - 15. Jhdt. An- und Umbauten.
  • Um 1420 Neubau des  spätgotischen Langchores. 
wichtigste Ausstattungs-Werke

Fresko in der Marienkapelle "Szenen aus dem Marienleben"/1325
Wandgemälde "Das jüngste Gericht"/um 1470
und mehrere weitere mittelalterliche Wandmalereien
Pietà/14. Jhdt.
Chorgestühl/1420
Blutbrunnen (soll an der Stelle des Blutfelds beim Martyriums der Begleiterinnen der Hl. Ursula gestanden haben)/15. Jhdt.
Meister von St. Severin "Triptychon Rosenkranzmadonna"/um 1510
Machabäerschrein (1808 aus der Machabäerkirche hierhin verlagert)/1527
Triptychon von B. Bruyn "Kreuzigungsszene"/1542
Gemälde Fuckerad "Martyrium des Hl. Andreas"/ um 1660
Fenster im Chor/1899
7 Fenster des prominenten Künstlers Markus Lüpertz im südlichen Querhaus (Machabäer-Chor) mit Thema "Martyrium der Machabäer-Brüder vs. Leidensgeschichte Jesus"/Fenster erstellt zwischen 2005 und 2008
5 Fenster des Markus Lüpperts im nördlichen Querhaus (Marien-Chor) mit Darstellungen einer Pietá und von Albertus Magnus und dessen Lehrsätzen/Fenster fertiggestellt 2010

 
in der Krypta: Sarkophag des Hl. Albertus Magnus (gestorben 1280)


Anmerkungen

St. Andreas war eine mittelalterliche Stiftskirche.

In der seit 1947 von den Dominikanern betreuten Kirche ist der Hl. Albertus Magnus begraben. Der Universalgelehrte Albertus Magnus, einer der größten Gelehrten des Mittelalters und Begründer der modernen Wissenschaften, leitete in dem 1221 gegründeten Dominikaner-Kloster "Heilig Kreuz" das von ihm 1248 als erste Ordenshochschule auf deutschem Boden gegründete "Studium Generale". Dies war die erste deutsche Hochschule. Aus dieser Schule ist die 1388 gegründete Universität Köln hervorgegangen, eine der ältesten Unis Europas. Das Kloster stand in Nähe der Kirche St. Andreas. An seiner Stelle entstand nach der Säkularisation 1893 das Reichshauptpostamt (später Kölner Hauptpostamt), das aber dort nicht mehr existiert.

Für den Machabäer- und den Marien-Chor der Kirche sind in einem Großprojekt des Förderverein Romanische Kirchen Köln von dem renommierten Künstler Markus Lüperts insges. 12 neue Kirchenfenster gestaltet worden. Der Einbau der Fenster ist im Juni 2010 abgeschlossen worden. Die zuerst fertiggestellten 7 Fenster im südlichen Machabäer-Chor erzählen in Bezug auf den dort stehenden Machabäerschrein das Martyrium der Hl. Machabäer-Brüder, dem die Leidensgeschichte Jesus gegenüber gestellt wird. Die Machabäer (oder auch Makkabäer) sind eine vorchristliche jüdische Familie, deren Reliquien einer Legende nach mit den Reliquien der Hl. Drei Könige 1164 nach Köln gelangt sind und hier zunächst in das Bendiktiner-Kloster verbracht wurden. Von den 5 Fenstern im nördlichen Marien-Chor erzählen 2 die "Neun Sätze zu einer guten Lebensführung" des Albertus Magnus. Das mittlere Fenster nimmt Bezug auf die darunter stehende Pietà (14. Jhdt.).

Der namengebende Hl. Andreas (Bruder des Petrus) war einer der 12 Aposteln und erlitt im Jahr 60 den Märtyrertod in Griechenland.

Die Dominikaner-Kirche St. Andreas gehört heute zur Pfarrei St. Aposteln.


Standort

St. Andreas steht unmittelbar gegenüber der Westseite (Turmseite) des Doms. Die Kirche steht ferner in Nähe des nördlichen Stadttors der römischen Stadtmauer, aber außerhalb des Gebiets der antiken römischen Stadt. Ein Teil dieses Stadttors steht - dorthin umgesetzt - auf der Domplatte und Teile der Mauer sind in der nahen Dom-Tiefgarage erhalten.

U-Bahn-Station: Dom/Hbf.
Adresse: Komödienstraße 4, 50667 Köln


Romanische Kirchen in Köln/St. Andreas
Drei-Kronen-Tafel 
Romanische Kirchen in Köln/St. Andreas
  Ost-Seite (Domseite)
Romanische Kirchen in Köln/St. Andreas
Süd-Ost-Seite 
Romanische Kirchen in Köln/St. Andreas
Süd-Ost-Seite
Romanische Kirchen in Köln/St. Andreas
West-Seite
. .

Stele zu Albertus Magnus in Köln
Abertus Magnus
Stele zum ehemaligen Dominikaner-Kloster in Köln
Kloster Heilig Kreuz
Stelen in Nähe der Kirche St. Andreas (Straße An den Dominikanern)
                           

St. Gereon

Vorläuferkirchen
  • Im 4. Jhdt. Erstellung eines römischer Ovalbaus mit Kuppel und Kapellen auf einem Gräberfeld (ein Memorialbau zu Ehren von Märtyrern); im 6. Jhdt. vermutlicher Umbau.
  • In 839 ist an dieser Stelle eine Stiftskirche beurkundet. In 866 ist St. Gereon als ranghöchste Kirche nach dem Dom beurkundet.
  • 11. + 12. Jhdt. diverse An- und Umbauten.
Romanische Kirche
  • Um 1210 - 1227 Umbau des frühchristlichen Kernbaus; Errichtung des heutigen spätromanischen Zehneckbaus (Dekagon), des größten Kuppelbaus dieser Zeit (fast 35 m hoch); Umbau auf drei Geschosse mit Emporen unter Eingliederung der Vorgängerbauten (mit römischen Substanzen).
  • Ab 1220 bis zum 14. Jhdt. weitere An- und Umbauten.
wichtigste Ausstattungs-Werke

Freskomalerei in der Apsis/12. Jhdt.
Löwe am Portal/12. Jhdt

Taufkapelle mit Wandmalerei/um 1240

Madonna-Figur/14. Jhdt.
Flügelretabel mit Kreuzigung Christi/1515
Gemälde "Geburt Christi"

Figur Hl. Helena/1635
Pietà
Hulsmann "Madonna mit Heiligen"/1646
Glasfenster-Ensemble im Dekagon von Georg Meistermann und Wilhelm Buschschulte (u. a. mit modernistischen Abbildungen von Christus, Propheten und den 12 Aposteln im Obergaden)/1978 - 1987

in der Krypta:
amson-Mosaik/um 1070 

Confessio mit Sarkophagen der Märtyrer
der Thebäischen Legion/1190
Altar/um 1540

Anmerkung

St. Gereon war eine mittelalterliche Stiftskirche.

Mit dem Kirchen-Gebäude ist die Geschichte um das Martyrium der römischen Soldaten der Thebäischen Legion mit ihrem Anführer Gereon verbunden.
Unter dem Hauptaltar befindet sich eine Gruft der Thebäischen Legion.

Der namengebende Hl. Gereon  war im 3. Jhdt. ein römischer Offizier der Thebäischen Legion. Wegen seines christlichen Glaubens soll er um 304 bei Köln (im heutigen Köln-Ehrenfeld) enthauptet worden sein. Er ist einer der Stadtpatrone von Köln.

St. Gereon gehört heute zur katholischen Kirchengemeinde St. Gereon.
Standort

St. Gereon steht im Nord-Westen
der Kölner Innenstadtn (Stadtteil Altstadt/Nord) in Nähe der Ringstrasse (Kaiser-Wilhelm-Ring).

U-Bahn-Station: Kaiser-Wilhelm-Ring/Mediapark.
Adresse: Georgsplatz 17, 50670 Köln
  
Romanische Kirchen in Köln/St. Gereon
 
Romanische Kirchen in Köln/St. Gereon
 
Romanische Kirchen in Köln/St. Gereon

Romanische Kirchen in Köln/St. Gereon Romanische Kirchen in Köln/St. Gereon

Drei-Kronen-Tafel 
Ost-Seite
Romanische Kirchen in Köln/St. Gereon
Romanische Kirchen in Köln/St. Gereon
Romanische Kirchen in Köln/St. Gereon Altes Stadtarchiv Köln (gegenüber St. Gereon)
West-Seite Altes Stadtarchiv (1897) gegenüber (heute ein Hotel)

       
St. Ursula

Vorläuferkirchen     
  • Ab 4. Jhdt. Erstellung diverser frühchristlichen Kultbauten und später eines dreischiffiger Memorialbau auf einem spätantiken römischen Gräberfeld. Der Memorialbau wurde spätrömischen christlichen Märtyrerinnen gewidmet. 
  • Ab 9. Jhdt. Bau einer Stiftskirche (vermutlich als Pfeiler- oder Säulenbasilika).

Romanische Kirche
  • 2. Viertel 12. Jhdt.  Neubau der heutigen frühstaufischen dreischiffigen Emporen-Basilika mit  Querbau und Turm (Altarweihe 1135).
  • Im 13. und 15. Jhdt. An- und Umbauten (im 13. Jhdt. gotischer Chor).
  • 1643 bis um 1664 Einrichtung und Ausstattung der "Goldenen Kammer" als Schatz- und Reliquienkammer (in Ablösung der vorherigen Camera aurea aus dem 13. Jhdt.).
wichtigste Ausstattungs-Werke

Aetheriusschrein/um 1170
Apostelzyklus/13. Jhdt.
Hochaltar /13. Jhdt.
Gemäldezyklus der Ursula-Legende im Chor/um 1456
 (siehe hierzu auch Gemäldezyklus im Wallraf-Richartz-Museum)

Relief Kreuztragung Christi/16. Jhdt.
symbolisches Ursula-Grabmal/1659
Ursulaschrein/ 19. Jhdt.

in der Goldenen Kammer:

Reliquien der ursulanischen Jungfrauen (u. a. 118 Reliquienbüsten, davon 85 aus 1270 - 1360)

Anmerkungen

St. Ursula war eine mittelalterliche Stiftskirche.

Mit dem Kirchen-Gebäude ist die Legende um das Martyrium der Hl. Ursula und ihrer Begleiterinnen verbunden.

Die namengebende Heilige Ursula von Köln soll im 4./5. Jhdt. gelebt haben. Sie - eine bretonische (oder britische) Prinzessin - und Ihre 11 Begleiterinnen sollen in Köln den Märtyrertod durch die Hunnen gestorben sein. Die Existenz der Hl. Ursula ist jedoch historisch nicht belegt, sondern entstammt den erst im Mittelalter entstandenen Legenden, so dass Ursula heute als Legendenfigur betrachtet wird. Gleichwohl wird sie in Köln so verehrt, dass sie zu den Stadtpatronen Kölns gehört und mit 11 Flammen (oder Hermelin-Schwänze in Bezug auf die bretonische Herkunft) im Kölner Wappen verewigt worden ist.

St. Ursula gehört heute zur katholischen Pfarrgemeinde St. Agnes.
­
 
 
Standort

St. Ursula steht im
Kölner Stadtteil Altstadt/Nord in Nähe des Hauptbahnhofs.

U-Bahn-Stationen: Breslauer Platz/Hbf. und Dom/Hbf.
Adresse:
Ursulaplatz 24, 50668 Köln



Romanische Kirchen in Köln/St. Ursula
Drei-Kronen-Tafel
Romanische Kirchen in Köln/St. Ursula
Romanische Kirchen in Köln/St. Ursula
Romanische Kirchen in Köln/St. Ursula.
Romanische Kirchen in Köln/St. Ursula
Romanische Kirchen in Köln/St. Ursula Romanische Kirchen in Köln/St. Ursula

Romanische Kirchen in Köln/St. Ursula Romanische Kirchen in Köln/St. Ursula

                         

St. Kunibert

Vorläuferkirchen
  •  7. Jhdt. Bau oder Erneuerung einer Kirche auf einem Gräberfeld nördlich der ehemaligen Römerstadt (Clemenskirche).
  •  In 866 ist das Stift St. Kunibert beurkundet.
  • 11. Jhdt. Errichtung eines Neubaus.
Romanische Kirche
  • Um 1215 - 1247 Bau der heutigen spätstaufischen dreischiffigen Basilika mit Ostchor, Türmen und Westquerhaus (als jüngste der 12 Romanischen Kirchen); 1227 Chorweihe und 1247 Schlußweihe (ein Jahr vor der Grundsteinlegung für den gotischen Kölner Dom!).
  • Bis 1270 An- und Umbauten (Westturm um 1260).
  • 14. - 15. Jhdt. Um- und Weiterbauten.
wichtigste Ausstattungs-Werke

Glasfenster als bedeutende Werke spätromanischer Glasmalerei/um 1220 - 1230 (= älteste in Köln erhaltenen Fenster)
Taufkapelle/um 1250
Reliquienschrank/13. Jhdt.
Verkündigungsgruppe an den Vierungsdpfeilern (Gabriel und Maria)/1439

Triptychon
Umkreis B. Bruyn "Darstellung des jüngsten Gerichts"/1556
Kunibertsschrein/1869
Westportal mit steinernem Tympanon
Anmerkungen

St. Kunibert war eine mittelalterliche Stiftskirche.

Der namensgebende und hier begrabene Hl. Kunibert (um 600 - 664) war ein Kölner Bischof in der fränkischen Periode Kölns und war vermutlich Erbauer der frühchristlichen Clemenskirche, dem Vorläufer der heutigen Kirche.

St. Kunibert gehört heute zur katholischen Pfarrgemeinde St. Agnes.
Standort

St. Kunibert steht am nördlichen Rand
des Kölner Stadtteils Altstadt/Nord direkt am Rhein (Nähe Theodor-Heuß-Ring und Ebert-Platz).

U-Bahn-Station: Ebertplatz
Adresse: Kunibertsklostergasse 2, 50668 Köln


Romanische Kirchen in Köln/St. Kunibert
Drei-Kronen-Tafel
Romanische Kirchen in Köln/St. Kunibert
Westseite
Romanische Kirchen in Köln/St. Kunibert
Westseite

Romanische Kirchen in Köln/St. Kunibert
Romanische Kirchen in Köln/St. Kunibert
Westportal
Romanische Kirchen in Köln/St. Kunibert
Nordseite
Romanische Kirchen in Köln/St. Kunibert
Nordseite
Romanische Kirchen in Köln/St. Kunibert Romanische Kirchen in Köln/St. Kunibert
Ost-Ansicht (von Rhein-Schiff aus)
Romanische Kirchen in Köln/St. Kunibert
Südseite
Romanische Kirchen in Köln/St. Kunibert
Ostseite
Romanische Kirchen in Köln/St. Kunibert
Ost-Ansicht von Köln-Deutz (rrh.) aus
Romanische Kirchen in Köln/St. Kunibert
Ost-Ansicht von Köln-Deutz (rrh.) aus



St. Maria in Lyskirchen

Vorläuferkirchen 
  • 948 erste Beurkundung einer Marienkirche  ("St. Maria in Noithusen") im Ort Noithusen innerhalb der Stadtumwallung von 1106.
  • 1067 Eingliederung der Kirche in das Stift St. Georg durch den Erzbischof Anno II.
  • Im 11. Jhdt. wird die mehrschiffige Kirche als "Ecclesia Lisolvi" erwähnt (Kirche des Lisolvus, dem damaligen Grundherrn und Stifter, von dem der Zusatz im heutigen Kirchen-Namen stammt).
Romanische Kirche
  • Um 1200 - um 1220 Bau der heutigen spätromanischen dreischiffigen Emporen-Basilika mit Osttürmen (als kleinste der 12 großen Romanischen  Kirchen Kölns).
  • Ab 16. Jhdt. Umbauten.

 
wichtigste Ausstattungs-Werke

Erhaltene Gewölbe-Malereien (Fresken) mit Szenen aus dem Alten Testament (Nordseite) und Neuen Testament (Südseite)/13. Jhdt. Taufbecken/13. Jhdt.
Fresko "Anbetung der Drei Könige", Altar-Retabel mit Madonna/14. Jhdt.
Schiffer-Madonna/um 1420
Triptychon, Glasmalerei in Nord-Fenstern/um 1520

Altarbild "Heilige Familie"/um 1666
Chorfenster/1987

Anmerkungen

St. Maria in Lyskirchen gehörte zum mittelalterlichen Stift St. Georg.

Namengebend für die Kirche war der mitttelalterliche Grundher
r und Stifter Lisolvus.

Standort

St. Maria Lyskirchen steht direkt am Rhein im nördlichen Teil der Kölner Südstadt (Stadtteil Altstadt/Süd) in Nähe Rheinau-Hafen und Schokoladen-Museum.

Stadtbahn-Stationen: Heumarkt und Ubier-Ring
Adresse: An Lyskirchen 12, 50676 Köln



Romanische Kirchen in Köln/St. Maria Lyskirchen Romanische Kirchen in Köln/St. Maria Lyskirchen Romanische Kirchen in Köln/St. Maria Lyskirchen Romanische Kirchen in Köln/St. Maria Lyskirchen
 Drei-Kronen-Tafel Rhein- (Ost-) Seite
Romanische Kirchen in Köln/St. Maria Lyskirchen Romanische Kirchen in Köln/St. Maria Lyskirchen
. .


St. Georg

Vorläuferbau und  Vorläuferkirche
  • Ab 1. Jhdt. stand an der Stelle der heutigen Kirche ein römischer Straßenposten an der römischen Fernstraße nach Süden. Der Standort war wenige Meter entfert von der römischen Stadtmauer (erbaut um 90. n. Chr.) und derem Südtor.
  • Im ca. 7. Jhdt. vermutlich Bau eines christliches  Heiligtum unter Verwendung von Ruinen aus der Römerzeit. Diese Kirche war  dem Hl. Caesarius von Terracina gewidmet, der zusammen mit dem Hl. Georg auf der Rückseite eines Flügels des Bruyn-Triptychons in der heutigen Kirche dargestellt ist.
Romanische Kirche 
  • Um 1059 - 1067 Bau der heutigen spätromanischen dreischiffigen Säulen-Basilika als Chorherren-Stiftskirche - veranlasst vom Erzbischof Anno II - mit Ost- und West-Chor. Zuvor war  war 1056 durch Anno II das Stift gegründet worden. 1067 Weihe der Kirche durch Anno II. 
  • 1180 - 1188 Umbauten und vor allem Umbau des Westchors zur heutigen Form (heute Taufkapelle).
  • 16. Jhdt. Anbauten (Vorhalle).
wichtigste Ausstattungs-Werke

romanisches Kruzifix/1070 (Kopie, Original im Schnütgen-Museum), 
Evangeliar/um 1100, 
Taufstein/1240,
Cruzificus dolorosus (Gabel-Kreuz)/um 1380,
Kruzifix in Vorhalle/um 1440, 
Triptychon von B. Bruyn "Beweinung Christi" (mit den Patronen
St. Georg und St. Caesarius auf der Rückseite)/um 1558,  Madonnenfigur/frühes 18. Jhdt.,
Petrus und Paulus/2. H. 18. Jhdt., 

Priker "Madonnenmosaik"/1913
Anmerkung

St. Georg war eine mittelalterliche Stiftskirche.

Patrone der Kirche sind St. Georg und St. Caesarius. Die Wand des Westchors ist möglicherweise dem ehemaligen benachbarten Südtor der römischen Stadtmauer nachempfunden.

Der namengebende Hl. Georg starb 303 den Märtyrertod bei der Christenverfolgung unter dem röm. Kaiser Diocletian in Palästina. Er gehört zu den 14 sog. Nothelfern (Schutzpatronen). Caesarius erlitt sein Martyrium unter dem römischen Kaiser Nero oder einem der nachfolgenden Kaiser.




Standort:

St. Georg steht im nördlichen Teil der Kölner Südstadt an der Severinsstraße (= Trasse der ehemaligen Fernstraße vom Römischen Köln nach Süden)  sowie in der Nähe des Standortes des südlichen - leider nicht erhaltenen - Stadttors in der antiken römischen Stadtmauer.

Stadtbahn-/U-Bahn-Stationen: Heumarkt und Severinsstraße; näher: Busstation: Waidmarkt
Adresse: Georgsplatz 17, 50670 Köln

  
Romanische Kirchen in Köln/St. Georg
Drei-Kronen-Tafel
Romanische Kirchen in Köln/St. Georg
Romanische Kirchen in Köln/St. Georg
Romanische Kirchen in Köln/St. Georg
Romanische Kirchen in Köln/St. Georg
Westchor
. Romanische Kirchen in Köln/St. Georg
Romanische Kirchen in Köln/St. Georg
St. Caesarius und St. Georg 


St. Maria im Kapitol

Vorläuferbauten  
  • In der 2. Hälfte des 1. Jhdt. Errichtung eines Kapitols-Tempel für die römische Trias (Jupiter, Juno und Minerva), einer der größten derartigen Tempel im römischen Imperium. Der Tempel stand in der Südost-Ecke der römischen Colonia auf dem kölschen Kapitolshügel (Fundamente teilweise noch erhalten).
  • Im 7./8. Jhdt.  (vor 717, vermutlich um 690) Bau einer Saalkirche (Marienkirche) auf den Ruinen des Tempels unter Verwendung von Tempelteilen; der Bau wurde veranlaßt von Plektrudis (gestorben 717, begraben hier), der Gattin des merowingischen Hausmeister Pippin der Mittlere.
  • Im 10. Jhdt. Baumaßnahmen zur Ansiedlung eines Nonnen-Klosters (Benediktinerinnen) durch den Erzbischof Bruno I (Amtszeit 953 - 965).
Romanische Kirche
  • 1040 - 1065 salischer Neubau einer Marienkirche als dreischiffige Basilika mit Dreikonchen-Chor (kleeblattförmiger Chor) im Osten und mit dreitürmigem Westbau. Die Kirche wurde erbaut mittels Planung der ottonischen Äbtissin Ida (1027- 1060, Enkelin Otto II). 1049 Weihe des Kreuzaltarsdurch Papst Leo IX; 1065 Schlußweihe durch Erzbischof Anno II. Im Baumaterial wurden Teile des römischenTempels gefunden.
  • 12. - 16. Jhdt. Um- und Weiterbauten.
  • Im 12. Jhdt. Umwandlung des Nonnenklosters in ein Damen-Stift .
wichtigste Ausstattungs-Werke

romanische Bildertür (zwei Flügel des ehemaligen Nordportals) mit Szenen aus dem Leben Jesu /Mitte 11. Jhdt.
romanische Grabplatte der Plektrudis (an der Südwand des Langhauses hängend)/1150 - 1160
thronende Madonna mit Kind/1250
gotische Grabplatte der Plektrudis (in Nähe der Nordwand des Langhauses) /um 1290
"Apfel-Madonna" des Hl. Hermann Josef/Ende 12. Jhdt.
Limburger Madonna/um 1300,

Crucificus dolorosus (Gabelkreuz/"Pestkreuz")/um 1300
Hardenroth-Kapelle/um 1466
Hirtz-Kapelle/1493
Renaissance-Lettner (= Schranke zwischen Chor und Mittelschiff)/um 1525
Ursula-Fenster/Anf. 16. Jhdt.
Kreuzigungsfenster Anf. 16. Jhdt.
Malereifragmente an 4 Pfeilern/ 1765
ungwöhnlich große Krypta


Auf dem Lichhof vor der Kirche befinden sich:
Gerhard Marcks Skulptur "Kölner Totenmal"/1949
Dreikönigen-Pforte, südliches Immunitätstor des damaligen Stiftbezirks in seiner heutigen gotischen Gestalt


Anmerkungen

St. Maria im Kapitol ist die größte der romanischen Kirchen Kölns.
St. Maria im Kapitol war eine mittelalterliche Klosterkirche und ab dem 12. Jhdt. eine mittelalterliche Stiftskirche.

Der Dreikonchen-Chor (kleeblattförmiger Chor) von St.Maria im Kapitol bildet die Gestaltung der Geburtskirche Jesus in Bethlehem nach. Es ist das erste Bauwerk in Anlehnung an die Geburtskirche im christlichen Abendland und das erste von drei in Köln.

St. Maria im Kapitol ist eines der bedeutendsten Werke der Kirchenbaukunst der salischen Zeit in Deutschland und des Mittelalters sowie die größte der Romanischen Kirchen Kölns. Die Westempore bildet das Octagon der Pfalzkirche Karls des Großen in Aachen nach, den die Ottonen als ihr Vorbild ansahen. St. Maria im Kapitol hatte im mittelalterischen Köln eine große liturgische Bedeutung (1. Weihnachtsmesse - also vor dem Dom -) und war damals Stadtkirche für offizielle Feiern des Rates.

Durch den romanischen Vorgänger des heutigen gotischen "Dreikünnije-Pötzje" (Dreikönigen-Pforte) neben St. Maria im Kapitol sollen nach einer - historisch zwar nicht belegten, aufgrund der sakralen und städtischen Bedeutung dieser Kirche im Mittelalter aber durchaus plausiblen - Legende im Jahr 1164 die Reliquien der Hl. Drei Könige in den Kölner Kirchenraum eingeführt worden sein. Diese Reliquien waren für die Entwicklung Kölns im Mittelalter ungemein wichtig, denn sie waren Auslöser für den Bau des gotischen Kölner Doms und die Entwicklung Kölns zur Pilgerstadt!

Als Dreikönigen-Pforte wurde im Mittelalter auch ein kleiner Tordurchgang der rheinseitigen Stadtbefestigung Kölns bezeichnet. Sie wurde in 1296 erstmals als „Porta R(h)eni“ erwähnt und im 15. Jhdt. zugebaut.

Die Kirche ist auf den Fundamenten des römischen Tempels gebaut worden. In der Kirche ist im Mauerwerk antikes Steinmaterial des römischen Kapitolstempels integriert worden (insbes. in den Säulen des Langhauses und in der Krypta). Die Westwand der Krypta steht in der Flucht der Ostwand des römischen Kapitolstempels. Im Kreuzgang westlich der Kirche steht die östliche Mauer in der Flucht der Ummauerung des Kapitolstempels. (Quelle: Informationen des Förderverein Romanische Kirchen Köln). .
Standort

St. Maria im Kapitol steht im Zentrum des Kölner Stadteils Altstadt in Nähe Heumarkt sowie in der Südost-Ecke des antiken Römischen Köln.
 
Stadtbahn-/U-Bahn-Station: Heumarkt
Adresse:
Kasinostraße 6, 50676 Köln


Romanische Kirchen in Köln/St. Maria im Kapitol
Drei-Kronen-Tafel
Romanische Kirchen in Köln/St. Maria im Kapitol
 °
Romanische Kirchen in Köln/St. Maria im Kapitol
Skizze Nordseite (ausgestellt im nördl. Seitenschiff) °
Romanische Kirchen in Köln/St. Maria im Kapitol
heutiger verbauter Anblick Nordseite *
Romanische Kirchen in Köln/St. Maria im Kapitol
Ostseite >
Romanische Kirchen in Köln/St. Maria im Kapitol
Romanische Kirchen in Köln/St. Maria im Kapitol
Romanische Kirchen in Köln/St. Maria im Kapitol
Romanische Kirchen in Köln/St. Maria im Kapitol
Westseite mit Kreuzgang
           Dreikünnige-Pötzje in Köln bei St. Maria im Kapitol          

Dreikünnige-Pötzje in Köln bei St. Maria im Kapitol
von innen (Kirchenseite)
Dreikünnige-Pötzje in Köln bei St. Maria im Kapitol
von außen
Dreikönigen-Pforte ( "Dreikünnije-Pötzje")
Dreikünnige-Pötzje in Köln bei St. Maria im Kapitol
Dreikönigen-Pforte ("Dreikünnije-Pötzje")/
Originale der biblichen Figuren im Museum Schnütgen

Romanische Kirchen in Köln/St. Maria im Kapitol
Aussicht vom Domdach  **
Zu St. Maria im Kapitol Köln (Auszug Süddeutsche Zeitung 05.09.2014)
Zu "Zugebaute Romanische Kirche St.Maria im Kapitol" *
Romanische Kirchen in Köln/St. Maria im Kapitol
Skulptur "Kölner Totenmal" (auf dem Lichhof)
Rathauturm Köln/Skulptur Abtissin Ida
Äbtissin Ida (am Rathausturm)
*    Eine der schlimmsten Kölner Bau- und Kultursünden ist das Zubauen des Kapitolshügels von Norden (aus Richtung Gürzenich/künftige Via Culturalis)  und damit eine zugebaute Romanische Kirche St. Maria im Kapitol. Auf einer Anhangseite wird gefordert: Freie Sicht auf St. Maria im Kapitol! Siehe hierzu auch oben einen Auszug eines Artikels von Gottfried Knopp "Die Farben des Mittelalters" der Süddeutschen Zeitung (05.09.2014).
**  Um die Kirche einigermaßen einigermaßen einsehen zu können, muss man das Domdach besteigen.
°     Der Autor unterstellt aufgrund der Ausstellung in der Kirche, dass  keine Urheberrechte verletzt werden.


St. Cäcilien

Vorläuferkirche
  • Im späten 9. Jhdt. erste Erwähnung eines Damenstifts. Gefundene Grundmauern deuten auf eine frühe Stiftkirche hin.
Romanische Kirche  
  • 1130 - 1160 Bau der heutigen dreischiffigen Pfeiler-Basilika ohne Querschiff und ohne Turm.
Der Innenraum und der Vorhof werden seit 1956 vom Museum Schnütgen genutzt. Eine spezielle kirchliche Ausstattung ist also nicht vorhanden. In dem Museum werden vorwiegend kirchliche, aber auch profane Schätze von internationalem Rang aus über 8 Jahrhunderten präsentiert.

An den Wänden des Langchores sind Reste von gotischen Wandmalereien erhalten.


Außen-Ausstattung
 
Tympanon (Bogenfeld) über dem nördlichen Portal mit Figur der Hl. Cäcilie/1160 (Kopie; Original ausgestellt im  Museum Schnütgen im Durchgang vom neuen Kulturzentrum am Neumarkt)




Anmerkungen

St. Cäcilien war eine mittelalterliche Stiftskirche. St. Cäcilien und die benachbarte Pfarrkirche St. Peter bilden das letzte erhalten gebliebene - im Mittelalter in Köln übliche - Ensemble aus Kloster-/Stiftskirche und Pfarrkirche. 

Die direkt neben St. Cäcilien stehende St. Peter ist Taufkirche des berühmten Barock-Malers Peter Paul Rubens, der in seiner Kindheit 1578 - 1589 im Bereich dieser Kirche wohnte und ihr auch später ein Gemälde vermacht hat. Dieses Gemälde ist in St. Peter zu beisichtigen.

Ausgrabungen haben ergeben, dass das Kirchen-Ensemble St. Cäcilien/St. Peter auf dem Areal der römischen Therme der antiken Colonia und vermutlich auf deren Fundamenten steht.

Die Romanische Kirche St. Cäcilien wird seit 1956 vom städtischen Museum Schnütgen zur Präsentation der Kunst des Mittelalters mit kirchlichen und profanen Schätzen von internationalem Rang aus über 800 Jahren genutzt.

Die Namenspatronin, die Hl. Cäcilie, war eine im 3. Jhdt. in Rom lebende Märtyrerin.



Standort

St. Cäcilien steht inmitten der Kölner Innenstadt in Nähe des Neumarkts und in Nähe der beiden großen Romanischen Kirchen St. Maria im Kapitol und St. Aposteln. Das Kirchengebäude ist seit 2010 mit dem neuen Kulturzentrum am Neumarkt baulich und organisatorisch verbunden. Der große Neubau wird seit 2010 vom Rautenstrauch-Jost-Museum genutzt. Von dort führt ein für Ausstellungsobjekte des Museum Schnütgen genutzter Verbindungstrakt zum Museum Schnütgen/St. Cäcilien. Dieser Verbindungsbau ist nach vielfältiger Meinung leider städtebaulich missglückt.

Stadtbahn-/U-Bahn-Station: Neumarkt
Adresse:  Cäcilienkloster, 50676 Köln


Romanische Kirchen in Köln/St. Cäcilien - Museum Schnütgen
Drei-Kronen-Tafel
Romanische Kirchen in Köln/St. Cäcilien - Museum Schnütgen
Romanische Kirchen in Köln/St. Cäcilien u. Museum Schnütgen
Romanische Kirchen in Köln/St. Cäcilien u. Museum Schnütgen
Romanische Kirchen in Köln/St. Cäcilien - Museum Schnütgen Romanische Kirchen in Köln/St. Cäcilien - Museum Schnütgen Romanische Kirchen in Köln/St. Cäcilien - Museum Schnütgen .
Romanische Kirchen in Köln/St. Cäcilien u. Museum Schnütgen

Romanische Kirchen in Köln/St. Cäcilien
Nordportal
Romanische Kirchen in Köln/St. Cäcilien
Tympanon
 (Kopie: Original im Museum Schnütgen)
Romanische Kirchen in Köln/St. Cäcilien

                                   

St. Aposteln

Vorläuferkirche
  • Im  9. Jhdt. Bau einer ersten kleinen Kirche (Weihe um 827), die ab um 980 unter der  Verwaltung des Stifts St. Ursula stand.   







Romanische Kirche
  • Im 11. Jhdt. (nach 1021) Gründung eines Apostelnstifts mit Bau einer dreischiffigen romanischen Pfeiler-Basilika mit West-Chor und Querhaus (bis um 1036).
  • Ab 12. Jhdt. Umbauten und Bau des monumentalen West-Turms
    •  um 1200 - 1220 Bau eines Dreikonchen-Chors (kleeblattförmiger Chor) im Osten und Umbau des Langhauses
    • bis 1230 Fertigstellung der Gestaltung der Kirche
    • im frühen 13. Jdht. Bau einer Halle am nördlichen Laienportal (Abriß 1786/87)
  • 1643/44 Aufgabe des West-Chors und Bau einer neuen Vorhalle vor neuem Haupteingang.
wichtigste Ausstattungs-Werke

gotische Apostelfiguren/um 1330
Schmerzensmann (Skulptur)/um 1500
Marienalter/um 1500,
Skulpturen der 14 Nothelfer (= 14
Heilige und Schutzpatrone aus dem zweiten bis vierten Jahrhundert) 16. - 18. Jhdt.
Epitaph (Gedenktafel für einen
Verstorbenen)/1644
Bild "Martyrium der Hl. Katharina" am ehemaligen Katharinenaltar/1670
Skulpturen von St. Petrus und St. Paulus/1761
Deckenausmalungen



Anmerkung

St. Aposteln war eine mittelalterliche Stiftskirche.

Direkt vor der östliche Außenseite der Kirche verlief die antike römische Stadtmauer mit einem der 3 westlichen Stadttore dieser Stadtmauer in der Nähe (Mauer und Tor leider nicht erhaltenen).

Beim Bau der Kirche wurden Mauerteile der römischen Stadtmauer in die Bebauung integriert. So bildeten solche Mauerteile z. B. die östliche Begrenzung des Stiftbereichs von St. Aposteln am Neumarkt, was durch eine (heute zugemauerte) Tür, die von der Maueroberkante in die Stiftskirche führte, zu erkennen ist (s. Fotos unten).

Die Kirche wurde den 12 Jüngern (Aposteln) Jesus geweiht.

St. Aposteln ist die Pfarrkirche der Pfarrei St. Aposteln mit Ihren Kirchen St. Andreas, St. Aposteln, St. Maria i.d. Kupfergasse, St. Kolumba, Groß St. Martin und der ehemaligen Dom-Pfarrei.

Standort

St. Aposteln steht im Westen der Kölner Innenstadt am Neumarkt.


Stadtbahn-/U-Bahn-Station: Neumarkt
Adresse: 
Neumarkt 30, 50667 Köln


Romanische Kirchen in Köln/St. Aposteln
Romanische Kirchen in Köln/St. Aposteln
Romanische Kirchen in Köln/St. Aposteln
Romanische Kirchen in Köln/St. Aposteln
Drei-Kronen-Tafel Ostseite
Romanische Kirchen in Köln/St. Aposteln Romanische Kirchen in Köln/St. Aposteln Romanische Kirchen in Köln/St. Aposteln Romanische Kirchen in Köln/St. Aposteln

Nordseite
  Südseite
Romanische Kirchen in Köln/St. Aposteln Romanische Kirchen in Köln/St. Aposteln Romanische Kirchen in Köln/St. Aposteln
Tür (zugemauert) in der Ostseite. Die Tür führte im Mittelalter von der Maueroberkante der damals noch erhaltenen römischen Stadtmauer in die Stifts-Kirche St. Aposteln.

                                                                                                                                          


St. Pantaleon

Vorläuferbauten
  •  2. bis 4. Jhdt stand in diesem Gebiet eine römische Villa suburbana.
  •  866 - 877 Errichtung einer kleinne dem Hl. St. Pantaleon geweihte Kirche.
  •  Um 955 Gründung einer Benediktiner-Abtei an St. Pantaleon.      
Romanische Kirche
  • 966 - 980 Neubau einer ottonischen Kirche als einschiffiger Saalbau und des Klosters; Chorweihe 980.
  • 984 - 1000 Erweiterungen durch Kaiserin Theophanu (Ehefrau des Kaisers Otto II).
  • Um 1150/1160 Anbauten zur Erweiterung in eine dreischiffige Basilika.
  • 13. Jhdt Umgestaltungen und Erneuerungen.
wichtigste Ausstattungs-Werke

Albinus Schrein (für die Ende des 10. Jhdt. gestifteten Reliquien) und Maurinus-Schrein/12. Jhdt
spätgotischer Lettner/um 1502
Skulptur Hl. Andreas/ 1694
Bruyn "Kreuzigungstriptychon"/16. Jhdt., Taufkapelle mit Wandmalerei
Theophanu-Kapelle mit
Sarkophag der hier bestatteten Kaiserin aus Marmor, Hauptportal, Pièta, barocker Hochaltar

Anmerkungen

St. Pantaleon war eine mittelalterliche Klosterkirche.

Die Geschichte von St. Pantaleon ist eng verknüpft mit der Kaiserin Theophanu 
(um 960 - 991), einer byzantinischen Prinzessin, die mit Kaiser Otto II (König 961 - 983, Kaiser ab 973) aus der Dynastie der Ottonen (919 - 1024) verheiratet war.  Nach dem Tod Otto II (983) herrschte sie bis zum ihrem Tod 991 anstelle des noch jugendlichen Thronfolgers, ihrem Sohn Otto III (983 - 1002). Sie wurde auf ihren Wunsch in St. Pantaleon, der Kirche ihres Lieblings-Heiligen, begraben.

In St. Pantaleon wurde auf Wunsch von Otto II 965 der bedeutende Kölner Erzbischof Bruno I beigesetzt.

Beim Weltjugendtag 2005 in Köln feierte der Papst Benedikt XVI in St. Pantaleon mit mehreren Tausend Priesteranwärtern aus aller Welt einen Vesper-Gottesdienst (s. Tafel unten). Die Kirche ist heute Zentrum der Kirchenorganisation Opus Dei.

Der namengebende Hl. Pantaleon war ein griechischer Märtyrer (gestorben 305); er gehört zu den  14 sog. Nothelfern (Schutzpatronen).

Standort

St. Pantaleon steht im Süd-Westen der Kölner Innenstadt in Nähe der ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauer.

Stadtbahn-Station: Eifelplatz
Adresse:
Am Pantaleonsberg 10a, 50676 Köln


Romanische Kirchen in Köln/St. Pantaleon
Drei-Kronen-Tafel
Romanische Kirchen in Köln/St. Pantaleon
Romanische Kirchen in Köln/St. Pantaleon
Pforte zum ehemaligen Klostergelände
Romanische Kirchen in Köln/St. Pantaleon
Romanische Kirchen in Köln/St. Pantaleon
Romanische Kirchen in Köln/St. Pantaleon
Romanische Kirchen in Köln/St. Pantaleon
Romanische Kirchen in Köln/St. Pantaleon

Seitenschiff (vom Klostergebäude aus)

Romanische Kirchen in Köln/St. Pantaleon
Erinnerung Papstbesuch 2005
. . .
                          

St. Severin

Vorläuferkirchen
  • Ende 4. Jhdt. Errichtung eines kleinen kirchlichen Saalbaus mit Westapsis und Vorbau im Osten auf einem römischen Gräberfeld mit Erweiterungen im 5. - 7. Jhdt. Diese Kirche soll laut einer Legende vom Bischof Severin geweiht  worden sein.
  • 5./6. Jhdt. Bau einer ersten Kirche mit Erweiterungen im 6./7. Jhdt..
  • 866 wird St. Severin erstmals als Stift beurkundet.
Romanische Kirche
  • Im 9. Jhdt. Umbau und Erweiterung zur dreischiffigen Basilika mit rechteckigem Chor.
  • Im 10. Jhdt. Weiterbau zu einer dreischiffige Basilika mit Ostchor und Seitenchören .
  • 11. - 15. Jhdt. diverse Erweiterungen  (1220 - 1237 spätromanischer Langchor, 1393 - ca.1550 Westturm).
wichtigste Ausstattungs-Werke

Severinusscheibe/11. Jhdt. (ausgestellt im Sakrarium)
Fragment eines Schmuckfußbodens/12. Jhdt.
Madonna mit Kind/um 1280
Chorgestühl/13. Jhdt. (ältestes in Köln)
Crucificus dolorosus (Gabelkreuz)/14. Jhdt.

Severinus-Zyklus/um 1500
Bruyn "Abendmahl-Triptychon"/um 1550
Memorienaltar/1614
Wandgemälde "Marienkrönung"
Wandgemälde in der nördlichen Chorkapelle,P.
J. Schmitz "
Der hl. Bruno und die redende Leiche" und "Die Einkleidung des hl. Bruno"/1753
diverse Epitaphe (Gedenktafeln)
Kreuzigungsfenster
Anmerkungen

St. Severin war eine mittelalterliche Stiftskirche.

Um 590 erstmalige Erwähnung des Hl. Severin durch
Gregor von Tours in dessen Martinslegende als 3. Bischof von Köln (vermutlich Bischof in der 2. Hälfte des 4. Jhdt.). Er soll in Bordeaux gestorben sein, seine Gebeine jedoch nach Köln zurückgeholt worden sein (fraglich). Seine Bestattung soll auf dem Gräberfeld vor dem römischen Köln erfolgt sein. 948 beurkundete Umbettung der Reliquien des Hl. Severin in einen neuen Schrein. Im Zuge einer Schreinöffnung 1999 wurden die vorgefundenen Reliquien auf "um 400" datiert. 

In einem Sakrarium in der Krypta sind die bei der vorgenannten Schreinöffnung vorgefundenen - als sensationell einzustufenden - Objekte  ausgestellt (Textilien aus dem 7. - 10 Jhdt., u. a. ein byzantinisches Seidentuch/7. Jhdt.).
Unter der Kirche sind Ausgrabungen römischer Grabmäler und Steinsarkophage (2./3.Jhdt.), frühmittelalterlicher Gräber und Reste der Vorläuferkirchen zu besichtigen (allerdings nur auf Vereinbarung oder bei Führungen).

Der namengebende Hl. Severin gilt als 3. Bischof von Köln (2. Hälfte 4. Jhdt.).

St. Severin ist die Pfarrkirche der Pfarrei St. Severin mit ihren Kirchen St. Severin, St. Maternus, St. Paul, St. Johann Baptist und Maria Hilf (Gemeinschaft "Ecclesia dei").

Die Kirche wird seit 2015 umfassend renoviert und ist vorüberghend nicht zugänglich!
Standort

St. Severin steht in der Kölner Südstadt in Nähe der ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauer und des Severintors.

Stadtbahn-/U-Bahn-Station: Chlodwigplatz
Adresse: 
Im Ferkulum 29, 50678 Köln

  
Romanische Kirchen in Köln/St. Severin
     Drei-Kronen-Tafel   
Romanische Kirchen in Köln/St. Severin
Westseite
Romanische Kirchen in Köln/St. Severin
Westseite
Romanische Kirchen in Köln/St. Severin
Westseite
Romanische Kirchen in Köln/St. Severin
Westturm
Romanische Kirchen in Köln/St. Severin
Ostseite
Romanische Kirchen in Köln/St. Severin
Ostseite
Romanische Kirchen in Köln/St. Severin
Romanische Kirchen in Köln/St. Severin (Ausgrabungen
   Ausgrabungen >
Romanische Kirchen in Köln/St. Severin (Ausgrabungen

Romanische Kirchen in Köln/Denkmal St. Severin
Denkmal für Hl. Severin
 an der Brückenauffahrt zur Severinsbrücke

 
Ohne Gewähr!
Anmerkungen:
Die Datenangaben wurden überwiegend aus den in den Kirchen ausgestellten Datentafeln und den
"Drei-Kronen-Tafeln" an den Eingängen der Kirchen (vom "Förderverein Romanische Kirchen Köln" erstellt), übernommen. Die Auflistungen der Ausstattungs-Werke sind bei persönlichen Besuchen in den Kirchen im Abgleich mit der Homepage des Fördervereins erstellt worden. Aufgeführt sind die Baudaten der Vorläuferkirchen und der heutigen Romanischen Kirchen. Daten von Umbauten und Erweiterungen sind nur bis zum ca. 15 Jdht. erwähnt.


Nachtrag:
Die Kölner lieben und schätzen im Allgemeinen ihre Stadt und sind stolz auf die lange historische Tradition mit der 2000-jährigen Geschichte und die kulturelle Vielfalt mit ihren vielen kulturellen Schätzen sowie auf die tolerante fröhliche Lebensart in dieser Stadt. Leider neigen der Kölner und vor allem die hiesige Verwaltung offenbar gelegentlich auch dazu, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, manchmal die Dinge laufen zu lassen und die Geschichte und die Schätze der Stadt nicht immer angemessen zu pflegen und darzustellen. Beim Durchwandern der Stadt mit offenen augen fallen einem so manche Kultur- und Bausünden sowie Schlampereien auf. Viele Denkmäler aus den Epochen der Stadt werden leider teilweise vernachlässigt und nicht gepflegt, manches wird den Kölner Bürgern und den vielen Besuchern der Stadt nicht angemessen oder gar nicht  präsentiert; siehe hierzu Mängelliste Kölner Denkmäler  .

Bezüglich des vergessenen (?) Projekts "Via Sacra" lesen sie bitte einen Auszug aus einem vorübergehend eingestellten Internet-Projekt "Veto Colonia", Seite "... Via Sacra".



Empfehlung des Autors Der Autor empfiehlt als jeweiliges Mitglied (bzw. Unterstützer) die Unterstützung der folgenden gemeinnützigen Vereine durch Mitgliedschaft und/oder Spenden:
    * Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig (Die Mitglieder unterstützen und fördern diese beiden Museen und haben freien Eintritt in beiden Museen!)
    * Förderverein Romanische Kirchen Köln (Die Mitglieder unterstützen u. a. maßgeblich Renovierungsarbeiten und Ausstattungam des Kichenensembles und erhalten außerdem jährlich das große wertvolle Jahrbuch des Vereins "Colonia Romanica")
    * Zentral-Dombau-Verein zu Köln von 1842 (Die Mitglieder unterstützen u. a. maßgeblich die umfangreichen Renovierungsarbeiten am Dom und erhalten außerdem jährlich das große wertvolle Jahrbuch des Vereins "Kölner Domblatt")
    * G Fortis Colonia - 2000 Jahre befestigtes Köln (mit seinen Arbeitsbereichen Römische Stadtmauer, Mittelalterliche Stadtmauer, Preußische Festungen)
    * G Förderverein Historischer Park Deutz
die sich um  wichtige und bedeutende Kölner Museen, Bauwerke und Denkmäler kümmern, sowie
    * Förderverein Herzzentrum Köln
    * Verein Deutsche Sprache (überregional)
G: tätig im Bereich der Stadtgeschichte

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"Stil-Epochen der Malerei" und  "Antike Geschichte" sowie im Anhang "Datensammlung" auf Nachfrage, ansonsten unter Nennung wie bei Fotos.

GL_Köln/04.10.2017

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